Unter dem Motto „Osterrallye“ haben sich insgesamt 21 Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea mit ihren Paten aus der Unterstützergruppe Asyl/Migration in Dillingen am vergangenen Ostermontag auf die Suche nach dem Osterhasen gemacht. Bei einer zweistündigen Tragtierwanderung entlang der vorher präparierten Eier-Spur zu den Osternestern durften die beteiligten Migranten, erstmals gemeinsam mit Einheimischen, ein deutsches Osterfest erleben und dessen Traditionen kennen lernen. Solche Integrationsprojekte sind natürlich genau im Sinne unseres Leitbildes. Anschließend wurde in der entspannten und familiären Atmosphäre des Ohrenparadieses in Demmingen gegrillt. Gespendet wurden die Osternester durch Mitglieder der Gruppe KOMPASS sowie der Unterstützergruppe Asyl/Migration Dillingen/Donau.

Weitere Veranstaltungen und Informationen finden Sie auch unter www.kompass-mensch-tier.de.

Rechtsbildung für Flüchtlinge durch das Amtsgericht Dillingen

Heute, am 23.02.2016 führte Frau Astrid Köhnlein vom Amtsgericht Dillingen mit den Flüchtlingen aus Afghanistan, Eritrea und Somalia die vom Bayr. Justizminister angeregte Rechtsbildung durch.

40 Asylbewerber, darunter auch viele Kinder lauschten ihren Ausführungen. Viele Frage gab es bezüglich der langen Wartezeiten auf die Entscheidungen des BAMF. So warten viele Flüchtlinge aus Afghanistan, Somalia aber auch Eritrea schon länger als neun Monate auf eine Entscheidung.Georg Schrenk sagte ihnen, dass sie beim Verwaltungsgericht eine Klage einlegen können. Allerdings verursacht dies Kosten und wird die Entscheidung nicht besonders beschleunigen.

Diskussionen gab es auch um Ehescheidungen. Letztlich haben die Flüchtlinge einen ersten Eindruck vom Deutschen Recht erfahren, der ihnen helfen wird sich im Alltag zurecht zu finden. Ein besonderes Lob den drei Übersetzern, die es schafften die juristischen Ausführungen in der jeweiligen Landessprache zu präsentieren.

Frau Astrid Köhnlein und Herr Ashraf Rahal bei der Unterrichtung

Der Bayr. Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback hat angeregt, dass Asylbewerber Rechtsbildung erhalten. Diese wird bei uns durch Richter und Rechtspfleger des Amtsgerichts Dillingen freiwilllig erteilt. Die Unterstützergruppe „Asyl/Migration“ hatte in der Großen Kreisstadt die erste Veranstaltung organisiert. Frau Astrid Köhnlein vom Amtsgericht Dillingen, als Übersetzer in Arabisch unterstützt durch Herrn Ashraf Rahal, zurzeit Praktikant in der Unterstützergruppe, vermittelte den teilnehmenden 25 Flüchtlingen aus Syrien einprägsam die wichtigsten Inhalte deutschen Rechts. Die Zuhörer waren sehr interessiert und stellten auch immer wieder Verständnisfragen. Der Koordinator der Unterstützergruppe, Georg Schrenk findet den Ansatz gut und kann aufgrund seiner Eindrücke beim ersten Durchgang feststellen, dass die Teilnehmer dieser Gruppe, die alle syrischer Herkunft waren die Unterrichtung offensichtlich als sehr hilfreich empfanden. In der kommenden Woche werden die Unterrichte fortgesetzt, wobei dann Flüchtlinge aus Eritrea, Somalia und Afghanistan teilnehmen werden.

Blick in den Zuhörerraum

Zahlreiche Teilnehmer bei Erziehen ohne Gewalt für Flüchtlinge

Allen vereisten Straßen und allem Schneefall zum Trotz: am Ende waren es über interessierte 50 Väter, Mütter und Alleinerziehende aus dem Kreis der in Dillingen untergebrachten Asylbewerber, die auf Einladung der Unterstützergruppe „Asyl/Migration“ Dillingen a.d.D. in den Faustussaal zu einer Informationsveranstaltung über Kindererziehung kamen. Frau Gunde Hartmann vom Kinderschutzbund erklärte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Grundsätze, die in Deutschland für Kindererziehung Gültigkeit haben. Bereits in seiner Begrüßung hatte der Koordinator der Dillinger Gruppe, Georg Schrenk, darauf hingewiesen, dass die grundlegende Norm in Deutschland das Grundgesetz ist und nach diesem alle Menschen gleich sind. Er verdeutlichte den Inhalt des Artikels 2 Grundgesetz und dort insbesondere das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das für alle Menschen, auch für Kinder und Frauen, Gültigkeit hat. Frau Gunde Hartmann hob in ihren Ausführungen hervor, dass der Respekt und die Achtung, die wir den Kindern entgegen bringen, die einzige Garantie dafür sind, dass sie auch uns Achtung und Respekt entgegenbringen. In der anschließenden Gesprächsrunde wurde auch klar gemacht, dass körperliche Gewalt gegen Kinder dazu führen kann, dass das Jugendamt eingreift und in besonders schweren Fällen es zu Gerichtsverfahren kommt. Im Zusammenhang mit Kindererziehung ging man auch auf das Thema „Gewalt gegen Frauen“ ein. Frau Regina Schmidt vom Helferkreis stellte dazu das Dillinger Frauenhaus und dessen Möglichkeiten vor. Georg Schrenk wies deutlich darauf hin, dass Gewalt gegen Menschen und insbesondere gegen Frauen und Kinder gerichtlich verfolgt wird und zu empfindlichen Freiheitsstrafen führen kann. Eine Asylbewerber, die schon sehr gut Deutsch können, übersetzten die Redebeiträge in ihre Landessprachen. Zudem teilte der Kinderschutzbund Informationsblätter zum Thema „gewaltfreie Erziehung“ aus, an deren Erstellung auch unsere Helfer beteiligt waren. In seinem Schlusswort wies Georg Schrenk auch auf Regeln in Schule und Kindergarten hin, die einzuhalten sind wie z.B. Pünktlichkeit, Anwesenheit und andere Verhaltensrichtlinien, die für einen Besuch in diesen Einrichtungen unerlässlich sind. In derartigen Veranstaltungen, die fortgesetzt werden sollen, sieht die Unterstützgruppe einen wichtigen Beitrag, um Reibungen im Zusammenleben abzubauen sowie die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern. Sie dankt allen teilnehmenden Übersetzern, Helfern, insbesondere den Frauen für die Kinderbetreuung und natürlich dem Kinderschutzbund für ihr Engagement.

Kinderschutzbund Dillingen

Einige der von uns betreuten Flüchtlinge in der Dieselstraße 7 haben am 12. Dezember gemeinsam Plätzchen gebacken. Was kam dabei heraus? Hier die Bilder:

Eigentlich war ja Kirchweih, an diesem Festsonntag, dem 18.10.2015. Einige unserer Unterstützer machten sich jedoch auf den Weg zur Asylwallfahrt ins rund 30 Kilometer entfernte Biberbach.

Es ist immer wieder erstaunlich, welche tollen Speisen von unseren Freundinnen und Freunden aus Afghanistan und Eritrea gezaubert werden. Zum Beispiel beim Grillabend der im Pfarrhaus St. Ulrich untergebrachten Asylbewerber am 07. August 2015. Im Gespräch mit den Flüchtlingen erfährt man da auch von bedrückenden Schicksalen! Eine Frau aus Afghanistan, die erzählt, wie viele Familienangehörige ermordet wurden, eine Frau aus Eritrea, deren Mann mit einem Kind im Sudan von ihr getrennt wurde und jetzt noch dort sind. Ob das die Herrschaften, die ständig "tumbe" Parolen verbreiten, überhaupt zur Kenntnis nehmen? Wahrscheinlich haben sie auch den Artikel 1 unseres Grundgesetzes nie richtig durchgelesen, ganz zu schweigen die Worte des Religionsgründers Jesus Christus! Der Abend war ein Erlebnis und hat wieder Mut gemacht, weiterzuarbeiten!

Grillen, Grill, Grillfest, Fleisch

In der Wirtschaft würde man ja sagen: ein Joint-Venture. Ein deutsch-afrikanisches. Das Ziel: ca. 20 hungrige Asylhelfer und 20 mindestens genauso hungrige Asylbewerber sattzubekommen. Die Wahl der Mittel: selbst mitgebrachtes Grillfleisch (natürlich ohne Schwein) sowie Salate und Beilagen aus allen Ecken der Erde. CEO: Grillmaster Klemens und Team.

Dieses Jahr gab es ein ganz besonderes Highlight bei den Projekttagen des Sailer-Gymnasiums: unser Unterstützerkreis unter der Leitung von Koordinator Georg Schrenk besuchte zusammen mit 17 hochinteressierten Schülern ein Asylbewerberheim. Das Ziel: Aufklären & neue Helfer gewinnen.

Wichtige Informationen sowieso kostenlosen Leberkäs gab's beim Fest der Dillinger Asylehrenamtlichen...

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