Allen vereisten Straßen und allem Schneefall zum Trotz: am Ende waren es über interessierte 50 Väter, Mütter und Alleinerziehende aus dem Kreis der in Dillingen untergebrachten Asylbewerber, die auf Einladung der Unterstützergruppe „Asyl/Migration“ Dillingen a.d.D. in den Faustussaal zu einer Informationsveranstaltung über Kindererziehung kamen. Frau Gunde Hartmann vom Kinderschutzbund erklärte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Grundsätze, die in Deutschland für Kindererziehung Gültigkeit haben. Bereits in seiner Begrüßung hatte der Koordinator der Dillinger Gruppe, Georg Schrenk, darauf hingewiesen, dass die grundlegende Norm in Deutschland das Grundgesetz ist und nach diesem alle Menschen gleich sind. Er verdeutlichte den Inhalt des Artikels 2 Grundgesetz und dort insbesondere das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das für alle Menschen, auch für Kinder und Frauen, Gültigkeit hat. Frau Gunde Hartmann hob in ihren Ausführungen hervor, dass der Respekt und die Achtung, die wir den Kindern entgegen bringen, die einzige Garantie dafür sind, dass sie auch uns Achtung und Respekt entgegenbringen. In der anschließenden Gesprächsrunde wurde auch klar gemacht, dass körperliche Gewalt gegen Kinder dazu führen kann, dass das Jugendamt eingreift und in besonders schweren Fällen es zu Gerichtsverfahren kommt. Im Zusammenhang mit Kindererziehung ging man auch auf das Thema „Gewalt gegen Frauen“ ein. Frau Regina Schmidt vom Helferkreis stellte dazu das Dillinger Frauenhaus und dessen Möglichkeiten vor. Georg Schrenk wies deutlich darauf hin, dass Gewalt gegen Menschen und insbesondere gegen Frauen und Kinder gerichtlich verfolgt wird und zu empfindlichen Freiheitsstrafen führen kann. Eine Asylbewerber, die schon sehr gut Deutsch können, übersetzten die Redebeiträge in ihre Landessprachen. Zudem teilte der Kinderschutzbund Informationsblätter zum Thema „gewaltfreie Erziehung“ aus, an deren Erstellung auch unsere Helfer beteiligt waren. In seinem Schlusswort wies Georg Schrenk auch auf Regeln in Schule und Kindergarten hin, die einzuhalten sind wie z.B. Pünktlichkeit, Anwesenheit und andere Verhaltensrichtlinien, die für einen Besuch in diesen Einrichtungen unerlässlich sind. In derartigen Veranstaltungen, die fortgesetzt werden sollen, sieht die Unterstützgruppe einen wichtigen Beitrag, um Reibungen im Zusammenleben abzubauen sowie die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern. Sie dankt allen teilnehmenden Übersetzern, Helfern, insbesondere den Frauen für die Kinderbetreuung und natürlich dem Kinderschutzbund für ihr Engagement.

Einige der von uns betreuten Flüchtlinge in der Dieselstraße 7 haben am 12. Dezember gemeinsam Plätzchen gebacken. Was kam dabei heraus? Hier die Bilder:

Eigentlich war ja Kirchweih, an diesem Festsonntag, dem 18.10.2015. Einige unserer Unterstützer machten sich jedoch auf den Weg zur Asylwallfahrt ins rund 30 Kilometer entfernte Biberbach.

Es ist immer wieder erstaunlich, welche tollen Speisen von unseren Freundinnen und Freunden aus Afghanistan und Eritrea gezaubert werden. Zum Beispiel beim Grillabend der im Pfarrhaus St. Ulrich untergebrachten Asylbewerber am 07. August 2015. Im Gespräch mit den Flüchtlingen erfährt man da auch von bedrückenden Schicksalen! Eine Frau aus Afghanistan, die erzählt, wie viele Familienangehörige ermordet wurden, eine Frau aus Eritrea, deren Mann mit einem Kind im Sudan von ihr getrennt wurde und jetzt noch dort sind. Ob das die Herrschaften, die ständig "tumbe" Parolen verbreiten, überhaupt zur Kenntnis nehmen? Wahrscheinlich haben sie auch den Artikel 1 unseres Grundgesetzes nie richtig durchgelesen, ganz zu schweigen die Worte des Religionsgründers Jesus Christus! Der Abend war ein Erlebnis und hat wieder Mut gemacht, weiterzuarbeiten!

In der Wirtschaft würde man ja sagen: ein Joint-Venture. Ein deutsch-afrikanisches. Das Ziel: ca. 20 hungrige Asylhelfer und 20 mindestens genauso hungrige Asylbewerber sattzubekommen. Die Wahl der Mittel: selbst mitgebrachtes Grillfleisch (natürlich ohne Schwein) sowie Salate und Beilagen aus allen Ecken der Erde. CEO: Grillmaster Klemens und Team.

Dieses Jahr gabe s ein ganz besonderes Highlight bei den Projekttagen des Sailer-Gymnasiums: unser Unterstützerkreis unter der Leitung von Koordinator Georg Schrenk besuchte zusammen mit 17 hochinteressierten Schülern ein Asylbewerberheim. Das Ziel: Aufklären & neue Helfer gewinnen.

Wichtige Informationen sowieso kostenlosen Leberkäs gab's beim Fest der Dillinger Asylehrenamtlichen...

Joomla templates by a4joomla