Es ist soweit! Wir laden ein - und zwar zur Gründungsversammlung unseres Vereins. Der Satzungsentwurf wurde im Nachgang des 16. Rundgesprächs an alle Unterstützerinnen und Unterstützer per Mail versandt. Am 30. September 2016 endete die Frist zur Einreichung von Änderungsvorschlägen an unseren Koordinator Georg Schrenk (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), nun ist es bald so weit. Am

06. Oktober 2016
um 19:45 Uhr
im Pfarrzentrum St. Ulrich, Dillingen an der Donau

beginnt das 17. Rundgespräch als Gründungsversammlung unseres Vereins. Wir laden alle unsere Unterstützerinnen und Unterstützer sowie alle an der Asylarbeit interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein! Wer dem Verein beitreten möchte, der bringt am besten die vorausgefüllte Beitrittserklärung mit.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme!

Die offizielle Einladung finden Sie hier.

Das 16. Rundgespräch hat am 13. September 2016 die geplante Vereinsgründung mit 23 zu 20 Stimmen verschoben. Mehrere Teilnehmer kritisierten, dass der Satzungsentwurf nicht vorher von Koordinator Georg Schrenk und seinem Team allen Mitgliedern zur Verfügung gestellt worden sei. Man habe somit nicht die Möglichkeit gehabt, sich im Voraus ausführlich mit dem Entwurf zu beschäftigen und eventuelle Änderungswünsche einzureichen. Die andere Seite hielt dem entgegen, dass es sich bei diesem Entwurf lediglich um einen Musterentwurf gehandelt habe, da die meisten Punkte sowieso durch das Vereinsrecht vorgeschrieben seien, und man die wichtigsten Punkte auch jetzt auf der Versammlung diskutieren und nötigenfalls abändern könne.

Zwar erklärten ungefähr 85 Prozent der Anwesenden ihre grundsätzliche Bereitschaft, einem möglichen Verein beizutreten, jedoch wurde letztlich mit nur drei Stimmen Mehrheit die Vereinsgründung auf das kommende 17. Rundgespräch verschoben. Keiner der Teilnehmenden votierte grundsätzlich gegen den Vorschlag, eine Verein zu gründen. Rechtsanwalt Thomas Demel, der die Satzung juristisch wasserdicht gemacht hatte, wies noch einmal auf die Vorteile einer Vereinsgründung hin: so läge bisher die Haftung für sämtliche Ereignisse im Zusammenhang mit unseren Aktivitäten rein privatrechtlich allein bei den beteiligten Unterstützern. Die Arbeit der Unterstützer selbst sei zwar durch die Bayerische Ehrenamtsversicherung abgedeckt, Vorkommnisse mit Flüchtlingen, die an einer unserer Maßnahmen teilnehmen, jedoch nicht. Wenn zum Beispiel beim Nachmittag der Kulturen ein Flüchtlingskind auf einem Salatblatt ausgerutscht wäre oder sich an einer Stuhlkante das Auge ausgestochen hätte, so hätte dafür allein derjenige, der den Mietvertrag für den Stadtsaal unterschrieben hat, als Privatperson mit seinem gesamten Vermögen gehaftet. Es sei, so fügte der Systemadministrator unserer Homepage Jan Doria in Entgegnung auf den stellvertretenden Koordinator Peter Schromm hinzu, pures Glück, dass ein solcher Fall bisher noch nicht vorgekommen ist. Bei Gründung eines Vereins jedoch, so Rechtsanwalt Demel, könne man als Verein eine Haftpflichtversicherung abschließen und dadurch die Haftungsfrage zum Vorteil aller Helfer lösen.

Koordinator Schrenk versprach daraufhin, nachzubessern und den Satzungsentwurf allen Unterstützern per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zukommen zu lassen. Dies ist mittlerweile bereits geschehen. Schrenk legte die Frist zur Einreichung von Änderungsvorschlägen am Satzungsentwurf für Freitag, den 30. September fest. Die Unterstützer hätten damit 17 Tage Zeit, sich mit dem ausgearbeiteten Entwurf zu beschäftigen. Schrenk betonte, dass diese Frist unbedingt einzuhalten sei. Nach Ablauf der Frist könnten keine weiteren Änderungsvorschläge mehr berücksichtigt werden. Dann werde er erneut das Rundgespräch einberufen, und dort solle dann über die Satzung und die Vereinsgründung entschieden werden.

Weitere Themen des 16. Rundgesprächs waren die Vorstellung des Berichts zum einjährigen Jubiläum unserer Homepage sowie der aktuelle Sachstand der ehrenamtlichen Deutschausbildung.

„Tag der Kulturen“ stand im Mittelpunkt

Verschiedene Vorkommnisse wie die eingeworfene Fensterscheibe im Möbellager, aber auch Aussagen zu den Flüchtlingen und Verhalten gegen Flüchtlinge bei Begegnungen sind der Auslöser für die Unterstützergruppe „Asyl/Migration“ Dillingen a.d.D. einen „Tag der Kulturen“ zu planen.

Wie die dafür zuständige Teamleiterin, Rebekka Jähnig, beim 15. Rundgespräch „Asyl/Migration“ ausführte, sollen am 17.7.16, 1400-1730 Uhr die Hauptfluchtländer durch Flüchtlinge vorgestellt werden. In einer Tafelausstellung werden darüber hinaus nicht nur Land und Leute vorgestellt, sondern Ehrenamtliche tragen auch vor was die Beweggründe für ihr Engagement sind und stellen sich der Diskussion. Abgerundet werden diese Präsentationen durch ein Programm mit Musik und nachdenklichen Präsentationen. Die Unterstützergruppe freut sich über regen Zuspruch!

Während des 15. Rundgesprächs ging der Koordinator, Georg Schrenk auf die eigene Arbeit ein und rief weitere Aktionen, wie den Chor der Begegnung oder auch die integrative Fußballmannschaft in Erinnerung. Er informierte auch über den Zustand eines schwer erkrankten Flüchtlings aus dem Senegal, der von einer Unterstützerin der Gruppe vorbildlich betreut wird. Nicht nur der Koordinator sieht es als ein Zeichen der Bestätigung der eigenen Arbeit, dass dieses Mal wieder über 50 Unterstützerinnen und Unterstützer sowie einige Flüchtlinge der Einladung gefolgt waren. Bei einem gemeinsamen Abendessen, bei dem auch von den Flüchtlingen selbst zubereitete Spezialitäten aus Syrien und Eritrea angeboten wurden, tauschte man Erfahrungen aus und vermittelte den geladenen Gästen, unter ihnen Oberbürgermeister Frank Kunz, einen Eindruck von der alltäglichen ehrenamtlichen Arbeit. So konnte der Koordinator, Georg Schrenk dem Christlichen Zentrum Dillingen für die Bereitstellung der Räume und Getränke, der Großen Kreisstadt Dillingen für die Übernahme der Kosten für das Abendessen und den beteiligten Flüchtlingen und Ehrenamtlichen für die Vorbereitung danken.

Unser Zukunftsprojekt: "Flüchtlinge helfen Flüchtlingen"

„Hilfe zur Selbsthilfe“ war schon immer ein Leitsatz der ehrenamtlichen Dillinger Flüchtlingshelfer. Jetzt, da die ersten Flüchtlinge ihre Anerkennung in den Händen halten, möchte die Unterstützergruppe dieses Konzept ausbauen. Über 70 Teilnehmer, darunter auch 10 Flüchtlinge, kamen daher zum 14. Rundgespräch Asyl/Migration, um sich von Koordinator Georg Schrenk das neue Konzept „Flüchtlinge helfen Flüchtlingen“ vorstellen zu lassen.

Die Idee ist simpel: Flüchtlinge, die schon länger in Dillingen sind, sollen ihre Landsleute anleiten und bei der Integration helfen. Sei es bei Behörden- und Arztbesuchen, bei Einkäufen oder, entsprechende Deutschkenntnisse vorausgesetzt, auch bei der Hausaufgabenbetreuung und beim Deutschunterricht. Das entlastet zum einen die ehrenamtlichen Helfer und schafft zum anderen einen neuen Anreiz zur Integration.

„Integration verlangt den Einsatz vieler Menschen, wenn sie gelingen soll“, stellte Koordinator Georg Schrenk dazu fest. Die Gruppe begrüßte auf ihrem Treffen daher auch die Entscheidung der Stadt Dillingen, einen Ansprechpartner für Migration im Rathaus zu installieren. Darüber hinaus stellten die Helfer ein weiteres neues Integrationsprojekt vor: „Integration durch Sport“. Nach dem Vorbild der erfolgreichen Projekte „Chor der Begegnung“ und „Sprachtreff“ steht nun die Bildung einer Fußballmannschaft aus Flüchtlingen und Einheimischen im Fokus. Zwei Mal pro Woche soll auf dem Auwaldplatz trainiert werden, ein fachkundiger Trainer ist schon in Aussicht, ein Organisator wird noch gesucht! Wer mitmachen will, möge sich beim Koordinator melden!

Doch nicht nur dafür sind neue Helfer willkommen, die Anerkennung der betreuten Flüchtlinge stellt die Gruppe vor neue Herausforderungen. Zwar sei mangels Neuankünften in Dillingen momentan eine Ruhephase eingetreten, für die anerkannten Flüchtlinge gelte es jetzt jedoch, eine Wohnung und eine Arbeit zu finden. Auch die Deutschkurse würden ihren Teil dazu beitragen, ein neuer Lehrraum mit Beamer und PC wurde aus den Mitteln der Landesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligenagenturen (lagfa) und dem Spendenkonto der Gruppe erst kürzlich eingerichtet. Schrenk kritisierte jedoch nicht zum ersten Mal die Lage der vielen Flüchtlinge aus Afghanistan, Nigeria, Senegal, Somalia und anderen Staaten, deren Asylverfahren sich schon seit Jahren hinzieht und die Integration verzögert.

Auch wenn die Flüchtlingszahlen momentan sinken, so bleibt für die Helfer nach wie vor viel Arbeit übrig. Schrenk verwies dazu insbesondere auf die Situation in Syrien. Seine Helfer erreichten zahlreiche Fotos über die Facebook-Accounts der betreuten Flüchtlinge, die ein anderes Bild der Kriegssituation zeichneten, als sie in den deutschen Medien dargestellt werde. Einige der Fotos sind auch auf der Homepage der Unterstützergruppe www.asyl.dillingen.de abrufbar. Schrenk dankte abschließend allen Helfern, die sich diesen moralischen Appell zu Herzen nähmen und auch weiter ihre Arbeit kostenlos und unentgeltlich zur Verfügung stellten. Er wies auch auf den nächsten Sprachtreff im Chil! am 31.5.16 um 1630 Uhr hin wo Syrien im Mittelpunkt steht.

Gabriele Fograscher beim 13. Rundgespräch

Aktuelle Informationen aus allererster Hand: das war seit eh und je der Zweck der Informationsplattform „Rundgespräch Asyl/Migration“. Das galt noch viel mehr, als uns bei seiner 13. Ausgabe am 31. März sogar Frau MdB Gabriele Fograscher (SPD) persönlich als Referentin zur Verfügung stand. Sie und ihre Partei, betonte das Mitglied des Innenausschusses, stünden in der Flüchtlingsfrage ganz klar an der Seite der Kanzlerin. Danach führte sie die wichtigsten Eckpunkte der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung aus. Im Anschluss stellte sie sich den Fragen der versammelten Helfer.

Der Arbeitsmarkt stand im Fokus des 12. Rundgesprächs

Über 60 Angehörige der Unterstützergruppe „Asyl/Migration“ sowie einige Interessierte konnte der Koordinator, Georg Schrenk, im kath. Pfarrzentrum St. Ulrich begrüßen. Zu Beginn stellte er den Sachstand in Deutschland und Dillingen dar. In der Stadt sind in dezentralen Unterkünften derzeit 397 Asylbewerber (einschließlich der unbegleiteten Jugendlichen) untergebracht. Darunter sind auch 65 Anerkannte, die noch auf Wohnungssuche sind. Danach stellte Martin Scherer von der Kolpingsakademie Donauwörth/Dillingen die Aus- und Weiterbildungsangebote vor, die für Asylbewerber in den nächsten Monaten interessant werden. Ergänzt wurden seine Ausführungen von Franz Gerstmeir von der Agentur für Arbeit Dillingen. Zusammen mit dem Koordinator wies er eindringlich darauf hin, dass das Erlernen der deutschen Sprache Grundvoraussetzung für eine qualifizierte Berufsausbildung bzw. –ausübung ist. Franz Gerstmeir hob auch deutlich hervor, dass das Engagement der Unterstützerinnen und Unterstützer dafür verantwortlich ist, dass manch Schwierigkeiten bereinigt werden konnten und größere soziale Spannungen bei uns ausgeblieben sind. Björn Kirstein vom Jobcenter Dillingen stand dann für Fragen im Rahmen des Übergangs der Zuständigkeit vom Landratsamt/Sozialamt zum Jobcenter nach der Anerkennung zur Verfügung. Von Unterstützerinnen und Unterstützern wurde der Umfang der Fragebogen, die ausgefüllt werden müssen, aber auch die Tatsache bemängelt, dass es immer noch keine Vernetzung zwischen den Behörden gibt. Außerdem machten sie deutlich, dass die Anerkannten ohne Begleitung insbesondere auch durch Sprachkundige, meist gar nicht in der Lage sind, die entsprechenden Vordrucke auszufüllen. Georg Schrenk wies darauf hin, dass derzeit Versuche stattfänden und voraussichtlich ab April 2016 Datennetze zwischen den zuständigen Dienststellen geschaffen werden sollen, die dann den Datenaustausch erleichtern. Im weiteren Verlauf wurde über die Möglichkeiten für die Sprachausbildung durch Paul Weishaupt und Jutta Libicher informiert. Dazu wäre es wünschenswert, wenn die Asylbewerber in den Unterkünften Zugang zum Internet erhielten. Auch auf der Internetseite der Unterstützergruppe „Asyl/Migration“ www.asyl.dillingen.de sind immer wieder interessante Informationen zum Deutschunterricht zu finden. Mit Hinweisen auf die Fortsetzung der vom bayerischen Justizminister angeregten Rechtsbildung durch Beamte des Amtsgerichts Dillingen am 03.03.16 sowie dem Termin für das 13. Rundgespräch am 31.03.16 mit MdB Gabriele Fograscher (SPD) beschloss der Koordinator die Veranstaltung verbunden mit einem Dank an die Mitwirkenden, aber auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

"Manch Helfergruppe ist professioneller aufgestellt als die zuständigen Behörden"

Georg Schrenk

Herr Schrenk, ich gratuliere Ihnen recht herzlich zu Ihrer Wiederwahl. Freuen Sie sich über diesen Wahlsieg?
Es gab ja leider keine Gegenkandidaten. Ich sah mich in die Pflicht genommen und mir wurde von einigen Mitgliedern unserer Gruppe klar gemacht, dass ich weitermachen muss, da sie ansonsten ihre Mitarbeit einstellen.

Wenn Sie einen Blick zurückwerfen: was sehen Sie?
Wir haben einiges erreicht, trotzdem sind wir nicht optimal aufgestellt. Mir fehlt manchmal die Rückkopplung des ein oder anderen Unterstützers!

Vor einem Jahr klagten Sie, der Staat lasse Sie und Ihr Team in der Flüchtlingsfrage alleine. Hat sich in dieser Einschätzung, mit Blick auf die vergangenen Debatten der letzten Monate, etwas geändert?
So deutlich habe ich nie geklagt. Mein Kritikpunkt ist die Art der Organisation. Da wird noch zu viel unkoordiniert gearbeitet. Man will zwar jetzt ein gemeinsames Netz schaffen, das geht aber alles zu langsam! Manch Helfergruppe ist professioneller aufgestellt als die zuständigen Behörden.

In Ihrer vergangenen Amtszeit haben Sie mehrere offene Briefe, unter anderem an das BAMF, die Bayerische Staatsregierung, die Bundesregierung, das Europaparlament und die EU-Kommission geschrieben. Haben Sie darauf irgendeine Reaktion erhalten?
Von der Bayerischen Staatsregierung und dem Büro von Herrn Junker gibt es eine Antwort. Die anderen Stellen haben sich nicht gemeldet. Mein Brief an den damaligen Präsidenten des BAMF führte zu einer Einladung zur Außenstelle München und einem 60-Minuten-Gespräch. Allerdings fehlen mir realisierte Ergebnisse auf unsere Vorschläge.

Was bräuchten die Ehrenamtlichen in Dillingen an der Donau momentan am dringendsten?
Wenn der Zulauf an Asylbewerbern so weiter geht: Weitere Unterstützerinnen und Unterstützer! Außerdem halte ich nach wie vor im LRA Dillingen ein Projektgruppe „Asyl“ unter einheitlicher Leitung bestehend aus Mitarbeitern der Fachbereiche Soziales, Ausländerbehörde, Jugendamt und Gesundheitsamt für erforderlich.

Können Sie einen Ausblick geben, welchen Herausforderungen sich die Unterstützergruppe Asyl/Migration Dillingen im kommenden Jahr gegenübergestellt sieht?

  • sicherstellen, dass in den Unterkünften keine soziale Spannungen auftreten
  • Koordination der Deutschausbildung insbes. mit den Akademien, die Ausbildung anbieten
  • Integration der anerkannten Asylbewerber in unsere Gesellschaft
  • Wecken von Verständnis bei der Bevölkerung für die Flüchtlinge, die aus Kriegsgebieten kommen.

Herzlichen Dank für diese Einschätzung.

Das Interview wurde schriftlich per E-Mail geführt.

Applaus für ein Jahr Engagement für die Menschenwürde

Applaus für ein Jahr Engagement für die Menschenwürde beim 11. Rundgespräch

Ein verdienter Applaus für ein Jahr Arbeit: mit Begeisterung bedankten sich die versammelten Helfer bei ihrem Leitungsteam, bevor sie es - mit einer Änderung - wiederwählten

Das 11. Rundgespräch kam am 3. Dezember seiner Aufgabe nach und hat neben zahlreichen anderen besprochenen Punkten die Wahlen zum Koordinator, Deutschlehrerkoordinator, Spendenkontobeirat und deren Stellvertreter durchgeführt. Sämtliche Helfer sind dabei in Ihrem Amt bestätigt worden, lediglich Frau Libicher wird Frau Lüters im Amt der stellvertretenden Deutschlehrerkoordinatorin ablösen. Wir danken an dieser Stelle recht herzlich allen Helfern für ihre Arbeit im vergangenen Jahr und freuen uns sehr, dass sie sich erneut zur Wahl gestellt haben. Wir wünschen ihnen viel Glück und alles Gute für die Herausforderungen, die anstehen. Das nächste Rundgespräch wird voraussichtlich Ende Januar 2016 stattfinden.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht zum 11. Rundgespräch.

Zuschauer beim 10. Rundgespräch, darunter OB Frank Kunz

Das „Parlament“ unserer Unterstützergruppe, das Rundgespräch, ging am 15. Oktober in die 10. Runde.

... Glück? Zumindest eine neue Homepage. Beim 9. Rundgespräch zogen wir Bilanz – und erinnerten an die Aufgaben, die vor uns liegen

9. Rundgespräch Asyl/Migration

Immerhin, Geburtstagsgäste kamen genügend. Mehr als einhundert Unterstützerinnern und Unterstützer sowie Oberbürgermeister Frank Kunz fanden sich am 10.09.2015 im katholischen Pfarrzentrum St. Ulrich zum 9. Rundgespräch ein. Die Moderation übernahm wie immer unser Koordinator Georg Schrenk, der mittlerweile mit „seinen“ Asylanten einen Vollzeitjob übernommen hat. Doch diese Bezeichnung sei falsch, sagte Schrenk. Es gehe nicht um „seine“ oder „unsere“ Asylanten, es gehe um Menschen, die eine menschenwürdige Behandlung verdienten. Ganz so, wie es das Grundgesetz in Artikel 1 fordert. Natürlich sei die Flüchtlings“krise“ eine Herausforderung – aber eine, die man anpacken müsse. Stammtischparolen würden hier nicht weiterhelfen. Helfen müssten wir, als Deutsche und als Christen, und zwar in Form von Deutschunterricht und Patenbesuchen. Dabei könne es aber nur um Hilfe zur Selbsthilfe gehen, so, wie es unser neu beschlossenes Leitbild auch vorsieht. Denn Helfen hat Grenzen, und wer nicht eine gewisse Distanz wahre, werde nicht in der Lage sein, gewisse Rückschläge wie die Abschiebung einzelner Asylbewerber zu verkraften. Das BAMF habe sich hier schlicht an bestehende Rechtsnormen zu halten – da helfe alle Nächstenliebe nichts.

Für diejenigen jedoch, die bleiben dürfen, ist Integration das Gebot der Stunde. Ohne Deutschkenntnisse werde hier nichts funktionieren – egal ob es um das alltägliche Leben oder eine Arbeit/Ausbildung geht. Hinderlich seien hier die immer noch sehr langen Bearbeitungszeiten der Anträge beim BAMF. Deswegen hat unsere Gruppe bereits zwei Offene Briefe an die Zuständigen Stellen geschrieben, es bleibt nur zu hoffen, dass die Politik endlich den Ernst der Lage begreift. Vor Ort in Dillingen würde sich unser Koordinator dafür eine hauptamtliche Arbeitskraft im Rathaus wünschen.

Eine eigenen Internetseite hilft sicher bei unserem Ziel, das Thema Asyl in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Auf dem Rundgespräch wurde deshalb unsere neue Homepage www.asyl.dillingen.de offiziell vorgestellt. Dort findet sich alles Wissenswerte zum Thema, Informationen für Interessierte, ein Veranstaltungskalender mit Berichten über unsere Aktionen und eine FAQ Asyl, die versucht, die wichtigsten Anliegen der Bevölkerung aufzugreifen und darauf eine Antwort zu geben. Daneben hat das Rundgespräch auch erstmals ein neues Logo beschlossen, dass in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht werden wird.

So endet ein eher unspektakulärer Geburtstag: mit dem Hinweis auf das kommende Rundgespräch am 15.10.2015 um 19:30 Uhr, bei dem als wesentlichen Höhepunkt der Islambeauftragte der evangelischen Landeskirche in Baden-Württemberg über eine Religion informieren wird, der viele Flüchtlinge angehören, und über die wir doch recht wenig wissen: den Islam. Bis dahin freuen wir uns sehr, wenn wir noch weitere neue Unterstützerinnern und Unterstützer begrüßen können. Dazu nehmen Sie einfach mit Koordinator Georg Schrenk unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! auf. Bis bald!

 

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