Einladung zum 38. Rundgespräch

Von Sigmar Gabriel ist, als er noch die harte Oppositionsbank drückte, der Ausspruch überliefert, es könne ja wohl nicht der Gipfel der Volkssouveränität sein, alle vier Jahre zwei Kreuzchen zu machen. An dieses Plädoyer für Volksabstimmungen erinnerte er sich später als Mitglied der Bundesregierung freilich nicht mehr, doch dass es in einer Demokratie auch über Referenden hinaus Möglichkeiten gibt, das Zusammenleben mitzugestalten, das beweisen wir seit fünf Jahren mit unserer Arbeit. Am 29. November um 19:30 Uhr halten wir im Kath. Kirchenzentrum St. Ulrich (Bischof-Hartmann-Ring 1) unsere 3. Mitgliederversammlung ab.

„Gelegentlich entsteht der Eindruck, dass wir der ein oder anderen Behörde lästig geworden sind“, erklärte unser 1. Vorsitzender und Koordinator, Georg Schrenk, vorab. „Viele der Ehrenamtlichen haben sich in jahrelanger Tätigkeit nicht nur Erfahrungen, sondern auch ein profundes Wissen angeeignet“. Damit nimmt die Unterstützergruppe eine wichtige Aufgabe als Teil der Zivilgesellschaft wahr. Das „Eintreten für das Grundrecht auf Menschenwürde und Asyl“ steht auch in unserer Satzung festgeschrieben. „Hilfe an sich ist nicht politisch. Aber Hilfe wird dann politisch, wenn eine Gesellschaft ihre Helfer dazu drängt, eine politische Position einzunehmen, weil beispielsweise Flüchtlinge durch Arbeitsverbote in die Kriminalität abgedrängt werden“, ergänzte Jan Doria, der Medienbeauftragte des Vereins.

Über diese Arbeit wollen wir am 29. November öffentlich Rechenschaft ablegen. Der Jahresbericht werde wie auch in den Jahren zuvor auch im Nachgang der Veranstaltung auf unserer Website öffentlich zugänglich gemacht, kündigte Doria an. Trotzdem "ergeht herzliche Einladung an die interessierte Öffentlichkeit, sich selbst an Bild zu machen“, sagte Schrenk – und sich somit auch vor und nach der Wahl an der Gestaltung unseres Gemeinwesens zu beteiligen.

Die offizielle Einladung zum 38. Rundgespräch finden Sie hier. Unsere Mitglieder haben sie bereits vorab per Post erhalten. Wahlen finden dieses Jahr keine statt, da die Amtszeit des Vorstandes noch bis Ende 2020 dauert.

Zum Thema "Wie politisch darf Flüchtlingshilfe sein?" lesen Sie auch den gleichnamigen Essay.

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