„Die Flüchtlinge wollen doch gar nicht arbeiten“. Das bekommen wir Flüchtlingshelfer oft zu hören. „Doch das ist ein Vorurteil“, sagt unser 1. Vorsitzender und Koordinator Georg Schrenk. „Der Wille seitens der Flüchtlinge, selbst die Kosten ihres Aufenthaltes zu tragen, ist zwar da – aber der Weg bis zur legalen Arbeit ist weit“.

Wir kritisieren in diesem Zusammenhang seit Jahren, dass die bayerischen Behörden zu restriktiv bei der Vergabe von Arbeitsgenehmigungen sind, insbesondere bei Flüchtlingen ohne sogenannte „Bleibeperspektive“. Nun nehmen wir ein weiteres bürokratisches Hindernis in Angriff: die Anerkennung ausländischer Schul- und Berufsabschlüsse.

„Von Universitätsdiplomen über Ausbildungsabschlüsse bis hin zu Schulzeugnissen ist da alles dabei“, erklärt Schrenk. „Aber diese Zeugnisse sind bei uns natürlich nicht eins zu eins gültig“. Welche Zeugnisse anerkannt werden und welche nicht regelt seit 2012 das „Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen“, kurz: Anerkennungsgesetz. Im Behördendschungel auf dem Weg zur erfolgreichen Anerkennung hilft in unserer Region vor allem eine Organisation: die gemeinnützige GmbH „Tür an Tür“ in Augsburg, welche das vom Bundesarbeitsministerium geförderte Migranet-Netzwerk betreut.

Den Dillinger Helfern ist es nun gelungen, einen Vertreter von „Tür an Tür“ für das 33. Rundgespräch am 21. März 2019 um 19:30 Uhr im Kath. Kirchenzentrum St. Ulrich, Bischof-Hartmann-Ring 1a, zu gewinnen. Darüber hinaus informieren sie über das Projekt „Jugend & Zukunft“ des Kreisjugendamtes. In diesem Projekt helfen hauptsächlich Senioren einheimischen wie geflüchteten Jugendlichen mit mangelhaften Schulleistungen. So wird der Weg zu einem Ausbildungsplatz frei.

„Tür an Tür“ sowie „Jugend & Zukunft“, zwei Projekte mit dem gleichen Ziel: Flüchtlinge in Arbeit zu bringen.

Die offizielle Einladung finden Sie hier.

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