Das 16. Rundgespräch hat am 13. September 2016 die geplante Vereinsgründung mit 23 zu 20 Stimmen verschoben. Mehrere Teilnehmer kritisierten, dass der Satzungsentwurf nicht vorher von Koordinator Georg Schrenk und seinem Team allen Mitgliedern zur Verfügung gestellt worden sei. Man habe somit nicht die Möglichkeit gehabt, sich im Voraus ausführlich mit dem Entwurf zu beschäftigen und eventuelle Änderungswünsche einzureichen. Die andere Seite hielt dem entgegen, dass es sich bei diesem Entwurf lediglich um einen Musterentwurf gehandelt habe, da die meisten Punkte sowieso durch das Vereinsrecht vorgeschrieben seien, und man die wichtigsten Punkte auch jetzt auf der Versammlung diskutieren und nötigenfalls abändern könne.

Zwar erklärten ungefähr 85 Prozent der Anwesenden ihre grundsätzliche Bereitschaft, einem möglichen Verein beizutreten, jedoch wurde letztlich mit nur drei Stimmen Mehrheit die Vereinsgründung auf das kommende 17. Rundgespräch verschoben. Keiner der Teilnehmenden votierte grundsätzlich gegen den Vorschlag, eine Verein zu gründen. Rechtsanwalt Thomas Demel, der die Satzung juristisch wasserdicht gemacht hatte, wies noch einmal auf die Vorteile einer Vereinsgründung hin: so läge bisher die Haftung für sämtliche Ereignisse im Zusammenhang mit unseren Aktivitäten rein privatrechtlich allein bei den beteiligten Unterstützern. Die Arbeit der Unterstützer selbst sei zwar durch die Bayerische Ehrenamtsversicherung abgedeckt, Vorkommnisse mit Flüchtlingen, die an einer unserer Maßnahmen teilnehmen, jedoch nicht. Wenn zum Beispiel beim Nachmittag der Kulturen ein Flüchtlingskind auf einem Salatblatt ausgerutscht wäre oder sich an einer Stuhlkante das Auge ausgestochen hätte, so hätte dafür allein derjenige, der den Mietvertrag für den Stadtsaal unterschrieben hat, als Privatperson mit seinem gesamten Vermögen gehaftet. Es sei, so fügte der Systemadministrator unserer Homepage Jan Doria in Entgegnung auf den stellvertretenden Koordinator Peter Schromm hinzu, pures Glück, dass ein solcher Fall bisher noch nicht vorgekommen ist. Bei Gründung eines Vereins jedoch, so Rechtsanwalt Demel, könne man als Verein eine Haftpflichtversicherung abschließen und dadurch die Haftungsfrage zum Vorteil aller Helfer lösen.

Koordinator Schrenk versprach daraufhin, nachzubessern und den Satzungsentwurf allen Unterstützern per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zukommen zu lassen. Dies ist mittlerweile bereits geschehen. Schrenk legte die Frist zur Einreichung von Änderungsvorschlägen am Satzungsentwurf für Freitag, den 30. September fest. Die Unterstützer hätten damit 17 Tage Zeit, sich mit dem ausgearbeiteten Entwurf zu beschäftigen. Schrenk betonte, dass diese Frist unbedingt einzuhalten sei. Nach Ablauf der Frist könnten keine weiteren Änderungsvorschläge mehr berücksichtigt werden. Dann werde er erneut das Rundgespräch einberufen, und dort solle dann über die Satzung und die Vereinsgründung entschieden werden.

Weitere Themen des 16. Rundgesprächs waren die Vorstellung des Berichts zum einjährigen Jubiläum unserer Homepage sowie der aktuelle Sachstand der ehrenamtlichen Deutschausbildung.

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