Viele Flüchtlinge aus dem Arabischen Raum haben den Wunsch an uns herangetragen, ihren Kindern einen Arabisch-Unterricht zu ermöglichen. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach. Am 30. Juni 2019 fand dafür die erste Vorbesprechung in den Räumen des Kath. Kirchenzentrums St. Ulrich statt.

Warum aber sollten Flüchtlingskinder Arabisch lernen, wenn es doch für die Integration viel wichtiger ist, gute Deutschkenntnisse zu besitzen? Weil sie Deutsch bereits können – die Sprache ihrer Herkunftsländer aber zunehmend verlernen. Kinder tun sich beim Spracherwerb deutlich leichter und passen sich einer neuen Umgebung schneller an. Der Nachteil ist, dass die "Muttersprache" verloren geht: die teilnehmenden Kinder können Arabisch nicht lesen und, wenn überhaupt, nur bruchstückhaft sprechen. Sie haben jedoch bei allen Integrationsbemühungen ein Recht darauf, die Sprache ihrer Heimat kennenzulernen. Dies wird vor allem dann wichtig, wenn sich die Situation in ihren Herkunftsländern eines Tages wieder verbessern sollte und sie dorthin zurückkehren möchten. So wird auch eine freiwillige Rückkehr erleichtert.

Wir danken dem Arabisch-Lehrer, der viel Erfahrung aus seiner Heimat mitbringt. Für die erste Unterrichtsstunde am 7. Juli wünschen wir viel Erfolg!

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