Dillinger Asylbewerber nehmen an Demo in Augsburg teil

Dillinger Flüchtlingshelfer bei der Demo in Augsburg gegen Abschiebungen nach Afghanistan

"Für die Neue Rechte ist vor allem der Hass gegen Geflüchtete eine ihrer Hauptantriebskräfte. Sie schafft es mit so irren Behauptungen, dass Deutschland und seine angebliche Leitkultur von Migranten und Geflüchteten abgeschafft würde, eine Menge Stimmen zu holen. Sie holen so viele Stimmen, dass inzwischen Politiker von der CSU bis zur Linken auf diese Bedrohung von rechts dadurch reagieren, dass sie Sprache, Ziele und Behauptungen dieser Bewegung aufgreifen, um ihre Wähler am Abwandern zu hindern", so der Schriftsteller Franz Dobler bei der dritten Demonstration des Augsburger Flüchtlingsrates am 17. Dezember 2016. Die neueste von diesen vielen "Ideen", um im rechten Wählerbecken zu fischen: Abschiebungen in das vermeintliche "sichere Herkunfstland" Afghanistan. Die erste Massenabschiebung am 14. Dezember fand bereits unter heftiger Kritik der Öffentlichkeit statt, der Bundestag debattierte so heftig wie nur selten. Quo vadis, Rechtsstaat?

Unser Verein fühlt sich seit jeher dem Grundgesetz verpflichtet, der Menschenwürde. Im Grundgesetz steht auch das Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit festgeschrieben, und so machten am 17. Dezember 15 Asylbewerber aus der Dillinger Rosenstraße von diesem Recht gebrauch - "mit Kind und Kegel", wie die Patin Cornelia Kügel-Merkel berichtete, welche die Flüchtlinge begleitete. "Es war eine beeindruckende, wenngleich auch recht kalte Angelegenheit", mit Asylbewerbern aus ganz Schwaben. Insgesamt waren nach Angaben des Augsburger Flüchtlingsrates 600 Menschen anwesend, Kügel-Merkel schätzt die Zahl der Teilnehmer gar auf 1000. Ein beeindruckendes Zeichen für die Menschlichkeit und das Recht auf ein sicheres Leben.

Fotos: privat

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