Dillingen, den 26. Juli 2016

Die Unterstützergruppe Asyl/Migration Dillingen an der Donau verurteilt auf dem Boden des Grundgesetzes und in Übereinstimmung mit den christlichen Werten ihrer Unterstützer jegliche Gewalt. Wir bedauern die jüngsten Vorfälle sehr und sprechen allen Angehörigen der Opfer unser herzliches Beileid aus.

Ebenfalls verurteilen wir jedoch auch die neuesten Versuche bestimmter Politiker, die Ereignisse auf dem Rücken der Opfer populistisch für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Derlei Versuche werden nur dazu führen, dass die Frustration unter den Flüchtlingen weiter ansteigt. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass die in Dillingen lebenden Flüchtlinge ein menschenwürdiges Leben verdient haben. Dieses Ziel können wir nur gemeinsam auf Grundlage unseres Leitbildes erreichen. Wir warnen eindringlich davor, in der Bewertung der Anschläge Pauschalurteile auf Kosten der Flüchtlinge zu fällen, denn jeder Mensch ist einzigartig und hat das Recht auf Leben in Freiheit und Würde.

Wir bitten alle unsere Unterstützer und insbesondere unsere Paten, im täglichen Kontakt mit Flüchtlingen weiter auf erste mögliche Anzeichen für eine Radikalisierung zu achten und sie gegebenenfalls an die entsprechenden Stellen zu melden. Wir haben dies in der Vergangenheit im präventiven Sinne bereits getan. Der Bayerische Flüchtlingsrat hat des Weiteren dazu auf folgende Webseiten verwiesen:

https://www.polizei.bayern.de/schuetzenvorbeugen/index.html/232038

http://www.violence-prevention-network.de/de/aktuelle-projekte/beratungsstelle-bayern

Wir bringen unsere tiefe Hoffnung zum Ausdruck, dass sich derartige Anschläge nicht mehr wiederholen.

gezeichnet
Georg Schrenk
Koordinator der Unterstützergruppe Asyl/Migration Dillingen

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