Hand auf’s Herz: Ehrenamt lebt durch Ehrenamtliche. Unser Verein hilft seit zwei Jahren den Flüchtlingen in unserer Stadt, damit sie ein menschenwürdiges Leben führen können. Viele Projekte haben wir dazu angestoßen: den Chor der Begegnung, das Sprachcafé, den ehrenamtlichen Deutschunterricht... Und die Ideen gehen uns nicht aus. Am Rande des 18. Rundgesprächs stellte unser 1. Vorsitzender und Koordinator Georg Schrenk zwei neue Projekte vor, die dringend eine helfende Hand benötigen.

Projekt Nummer 1: Eine Ballsportgruppe in einer Sporthalle, angeregt durch Pfarrer Lothar Hartmann. Wir wollen Asylbewerbern die Möglichkeit geben, zwei Mal im Monat eine gemeinsame Sportaktivität besuchen zu können. Denn gerade Flüchtlinge, die noch nicht anerkannt sind und nicht arbeiten dürfen, brauchen dringend eine sinnvolle Beschäftigung. Dabei brauchen wir Sie: Zur Betreten, zur Aufsicht und zum Verlassen und Verschließen der Halle.

Projekt Nummer 2: Die Nachbarschaftshilfe. Wir wollen ein Integrationsprojekt auf die Beine stellen, um Asylbewerbern aber auch Anerkannten, die noch keine feste Arbeit ausüben, eine Möglichkeit zur sinnvollen Betätigung zu verschaffen. Sie sollen unter unserer Anleitung praktische Nachbarschaftshilfe durchführen: Rasenmähen, Einkaufen, Putzen, Schneeräumen usw. ... Auch dafür suchen wir noch jemanden, der diese Aktion leiten und betreuen kann!

Dringend gesucht werden außerdem immer Patinnen und Paten für anerkannte Flüchtlinge in Mietwohnungen und Asylbewerber in der Gemeinschaftsunterkunft. Die Aufgaben hier: Unterstützung bei Behördengängen der Anerkannten, Zurechtfinden in Deutschland bei den Asylbewerbern, die in der Gemeinschaftsunterkunft untergebracht sind.

Hand auf’s Herz: Wäre so ein Ehrenamt etwas für Sie? Bezahlt werden Sie nicht, aber Sie gewinnen Unbezahlbares: eine sinnvolle Tätigkeit, die unserer Gesellschaft nützt. Einen wertvollen Einblick, wie die Situation der Flüchtlinge tatsächlich ist. Den internationalen Austausch über Konfessions- und Religionsgrenzen hinweg, und, auch das soll vorkommen: echte neue Freunde. Wenn Sie uns unterstützen möchten, können Sie Mitglied unseres Vereins werden, müssen aber nicht. Man darf auch Mitwirken ohne Mitglied zu sein. Wir veranstalten ca. alle sechs Wochen das Rundgespräch, unsere zentrale Informations- und Entscheidungsplattform. Als Mitglied haben Sie darüber hinaus volles aktives und passives Stimmrecht auf den Mitgliederversammlungen. Eventuelle Ausgaben wie Fahrtkosten etc., die Ihnen im Zuge Ihrer Tätigkeit, egal ob Mitglied oder nicht, entstehen, werden Ihnen vom Spendenkonto erstattet.

Hand auf’s Herz: Haben Sie Mut, melden Sie sich, die Unterstützung der Flüchtlinge ist ein ehrenamtliches Engagement was nicht nur Probleme mit sich bringen, sondern auch Freude machen kann. Melden Sie sich bei unserem 1. Vorsitzenden und Koordinator Georg Schrenk unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir freuen uns auf Sie!

Dillingen, den 20. Dezember 2016

Am 26. Juli 2016 veröffentlichten wir an dieser Stelle bereits einmal ein Pressestatement zu den Anschlägen in Deutschland zu diesem Zeitpunkt. Mit großem Bedauern haben wir erfahren, dass sich unser Wunsch damals, dass sich "derartige Anschläge nicht mehr wiederholen" würden, nicht erfüllt hat. Am 19. Dezember 2016 raste ein LKW um ca. 20 Uhr in einen Weihnachtsmarkt in Berlin. Wir möchten aus diesem Anlass unser Statement vom Juli 2016 erneut veröffentlichen und bekräftigen erneut unsere Haltung, unsere Hoffnungen und Wünsche in Bezug auf den neuen Anschlag in Berlin.

Dillingen, den 26. Juli 2016

Die Unterstützergruppe Asyl/Migration Dillingen an der Donau e.V. i.G. verurteilt auf dem Boden des Grundgesetzes und in Übereinstimmung mit den christlichen Werten ihrer Unterstützer jegliche Gewalt. Wir bedauern die jüngsten Vorfälle sehr und sprechen allen Angehörigen der Opfer unser herzliches Beileid aus.

Ebenfalls verurteilen wir jedoch auch die neuesten Versuche bestimmter Politiker, die Ereignisse auf dem Rücken der Opfer populistisch für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Derlei Versuche werden nur dazu führen, dass die Frustration unter den Flüchtlingen weiter ansteigt. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass die in Dillingen lebenden Flüchtlinge ein menschenwürdiges Leben verdient haben. Dieses Ziel können wir nur gemeinsam auf Grundlage unseres Leitbildes erreichen. Wir warnen eindringlich davor, in der Bewertung der Anschläge Pauschalurteile auf Kosten der Flüchtlinge zu fällen, denn jeder Mensch ist einzigartig und hat das Recht auf Leben in Freiheit und Würde.

Wir bitten alle unsere Unterstützer und insbesondere unsere Paten, im täglichen Kontakt mit Flüchtlingen weiter auf erste mögliche Anzeichen für eine Radikalisierung zu achten und sie gegebenenfalls an die entsprechenden Stellen zu melden. Wir haben dies in der Vergangenheit im präventiven Sinne bereits getan. Der Bayerische Flüchtlingsrat hat des Weiteren dazu auf folgende Webseiten verwiesen:

https://www.polizei.bayern.de/schuetzenvorbeugen/index.html/232038

http://www.violence-prevention-network.de/de/aktuelle-projekte/beratungsstelle-bayern

Wir bringen unsere tiefe Hoffnung zum Ausdruck, dass sich derartige Anschläge nicht mehr wiederholen.

gezeichnet
Georg Schrenk
1. Vorsitzender und Koordinator der Unterstützergruppe Asyl/Migration Dillingen e.V. i.G.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Weihnachtsbotschaft 2016 von Georg Schrenk

Georg Schrenk

Es war ein ereignisreiches Jahr: in den USA wurde ein Mann zum Präsidenten gewählt, der eine Mauer gegen Flüchtlinge bauen will, in Deutschland eine Partei immer stärker, die Flüchtlinge an den deutschen Grenzen erschießen lassen will, und in Bayern ein Gesetz erlassen, auf dem "Integration" draufsteht, aber nicht drin ist. Auf lokaler Dillinger Ebene haben wir uns am 06. Oktober als Verein gegründet. Wie letztes Jahr auch fasst unser Koordinator GEORG SCHRENK, der seit der Vereinsgründung auch das Amt des ersten Vorsitzenden ausübt, die Ereignisse zusammen und wirft einen Blick auf das neue Jahr 2017.

Beim Empfang der Bürgerstiftung Albertus Magnus Lauingen

Georg Schrenk, Helfer und Flüchtlinge beim Empfang der Bürgerstiftung Albertus Magnus Lauingen

Eine Veranstaltung, die Mut machte: Am 15. November 2015 überreichte die Bürgerstiftung Albertus Magnus in Lauingen im Festsaal des Rathauses beachtliche Spenden an die Unterstützergruppen von Gundelfingen, Lauingen, dem Bachtal und Dillingen. Dazu gestaltete sie einen Empfang, für den eritreische Flüchtlinge aus dem Pfarrhaus St. Ulrich und syrische Flüchtlinge aus der Robert-Bosch-Straße Snacks vorbereitet hatten. Sie schufen damit ein Forum der Begegnung und einen Abend des Austausches für Deutsche und Flüchtlinge, umrahmt von den jungen afghanischen Musikern des "West-östlichen Divan" aus Wittislingen. „Wir schaffen das“, dieses alte Motto würden die Ehrenamtlichen mit ihrem Engagement mit Leben füllen, so der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Rainer Hönl. Wir danken allen Beteiligten für diesen gelungenen und ermutigenden Abend!

Hinweis:

Am 18.11. titelte die DonauZeitung in ihrem Bericht, unser Verein hätte bei dieser Veranstaltung eine Spende in Höhe von 6000 Euro erhalten. Dieser Bericht ist falsch. Die Zahl "6000 Euro" bezieht sich auf die gesamte Summe, welche die Bürgerstiftung Albertus Magnus an die vier Helfergruppen aus Gundelfingen, Lauingen, dem Bachtal und Dillingen insgesamt verteilt hat. Unsere Gruppe erhielt davon nur einen Teilbetrag in Höhe von 2500 Euro. Wir haben die DonauZeitung um Korrektur gebeten.

Waren Sie oder von Ihnen betreute Flüchtlinge auf einer dieser Veranstaltungen?

Plätzchenbacken|Osterbasteln|Schitzeljagd|Schloss Höchstädt

Dann lesen Sie bitte weiter! Veranstalter war nämlich bei allen Aktionen der Rotaract-Club Dillingen-Günzburg. Und dieser Club hat nun zur Evaluation seiner Arbeit einen Frageboen für Asylpaten veröffentlicht. Wir leiten den Fragebogen gerne weiter. Einfach hier herunterladen, ausfüllen und an die im Fragebogen angegebene Adresse abschicken!

Danke für Ihre Teilnahme!

Badespaß mit Flüchtlingen am Auwaldsee in Lauingen

Sommer, Sonne - Abkühlung! "Auf zum Auwaldsee" nach Lauingen, hieß es für die Flüchtlingsfamilien der Rosenstraße am 15. August 2016. Patin CORNELIA KÜGEL-MERKEL war vor Ort und berichtet.

Afghanisches Picknick mit Flüchtlingen am Auwaldsee in Lauingen

Flüchtlinge bei der Zeugnisübergabe der Berufsschule Höchstädt 2016

Wir gratulieren den drei von uns betreuten Flüchtlingen, die bei der Abschlussfeier der Staatlichen Berufsschule Höchstädt am 29. Juli 2016 endlich den verdienten Lohn ihrer Mühen in den Händen hielten: den qualifizierten Hauptschulabschluss!

Flüchtlinge und ihre Helfer, darunter Georg Schrenk und Peter Schromm, bei der Abschlussfeier der Berufsschule Höchstädt 2016

Im Rahmen des Festaktes erhielten 39 weitere Schüler ihre Abschlusszeugnisse. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich. Bei aller Freude über das Erreichte darf man aber nicht vergessen, dass es doch einige Schüler gab und gibt, die es mit pünktlicher und regelmäßiger Unterrichtsteilnahme nicht so genau nehmen. Hier liegt eine wichtige Erziehungsaufgabe, immer wieder zu verdeutlichen, dass die Teilnahme der gemeldeten Flüchtlinge nicht freigestellt ist. Im neuen Schuljahr wird das Angebot noch erweitert, darüber hinaus wird auch an der Berufsschule in Lauingen eine Klasse eingerichtet. Wir hoffen, dass diese Klassen weiterhin erfolgreich ihren Beitrag zur Integration in Beruf und Gesellschaft insbesondere für jüngere Flüchtlinge leisten, und wünschen allen Schülern alles Gute für ihre Zukunft!

Flüchtlinge und ihre Helfer bei der Abschlussfeier der Berufsschule Höchstädt 2016

Senegalesischer Asylbewerber stirbt fern der Heimat

Am 11.07.2016 nahmen seine senegalesischen Freunde und zwei Angehörige der Unterstützergruppe in der Moschee in Lauingen von dem in der letzten Woche an einer unheilbaren Krankheit verstorbenen Kameraden Abschied. Arbeits- und die Perspektivlosigkeit in seinem Heimatland haben dazu geführt, dass er mit anderen Menschen aus dem Senegal die Heimat verließ und seit über 1 ½ Jahren bereits in Dillingen untergebracht war. Sein Leichnam wurde aufgrund der Unterstützung durch bereits eingegangenen Spenden - insbesondere von seinen Landsleuten - in die Heimat überführt. Wer dafür auch eine Spende leisten will, kann diese auf das Konto: PG St. Peter, Flüchtlingshilfe „Faraba“, IBAN: DE33722515200001055267, Stadt und Kreissparkasse Dillingen überweisen.

Unzählige Untersuchungen bestätigen es: der beste Weg zur Integration ist Arbeit. Eine bessere Integration ist aber ein Ziel, das wir auch mit unserem Leitbild verfolgen. Deswegen vermitteln wir immer wieder Flüchtlinge in gemeinnützige 1,05-€-Jobs - und sind stolz auf die neuesten Ergebnisse!

 Pakistanische Flüchtlinge basteln Hornissenkästen

Pakistanische Flüchtlinge haben in diesem Rahmen bei der Unteren Naturschutzbehörde unter Anleitung von Naturschutzwart Michael Schaudi Hornissenkästen gebastelt. Da wurde über Wochen hinweg gesägt, gebohrt und gehämmert, nun sind sie fertig! Zehn Hornissenkästen wurde an unseren Koordinator Georg Schrenk übergeben, der sie in seinem Jagdrevier aufhängen wird. Nun wartet der Bau anderer Hilfsmittel für die Tiere in Wald und Feld auf die Männer aus Pakistan. Die Pläne sind groß: Insektenhotels, aber auch Fütterungseinrichtungen für Rebhühner stehen auf dem Programm. Ein Beitrag nicht nr zur Integration, sondern auch zum Schutz der Natur. So seht eine sinnvolle Beschäftigung aus. Langeweile ist dadurch ein Fremdwort! Ein besonderer Dank gilt deswegen an Naturschutzwart Michael Schaudi für seine Unterstützung und die Bereitstellung seiner Werkstatt.

Pakistanische Flüchtlinge basteln Hornissenkästen

Joomla templates by a4joomla