Ein Videotipp von GEORG SCHRENK

Wir sind eine unabhängige Gruppe, bei uns finden sich Christen, Muslime und auch Atheisten zusammen. Sie vereint ein Ziel: Den Flüchtlingen einen menschenwürdigen Aufenthalt bei uns zu ermöglichen. Viele schauen weg und wir sind oft allen. Gerade jetzt kommen daher den Worten von Kardinal Woelki aus Köln besondere Bedeutung zu!

Sie finden sie unter: https://www.domradio.de/video/wort-des-bischofs-97

Nach langer Wartezeit und viel Arbeit ist es so weit: Endlich kann die lang angekündigte Jobdatenbank ihre Arbeit aufnehmen. Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung vom 20. März 2017 erklärte, funktioniert unser neuestes Projekt zur Jobsuche für Flüchtlinge wie folgt:

  • Kernstück ist eine Jobdatenbank, zu der alle Helferkreise Zugang haben
  • Jeder örtliche Helferkreis kann aus dem Stellenfundus geeignete Stellen für potenzielle Bewerber heraussuchen
  • Der Helfer bekundet Interesse für diese Stelle und versucht, diese mit seinem „Schützling“ zu besetzen
  • Während des Vermittlungsprozesses ist die Stelle geblockt und wird nicht anderweitig verwendet
  • War der Vermittlungsprozess erfolgreich, ist die Stelle nicht mehr verfügbar
  • War der Vermittlungsprozess nicht erfolgreich, ist die Stelle wieder verfügbar

Um die Stellen für Flüchtlinge zentral zu erfassen, gibt es hier ein Formular für interessierte Betriebe, das sie gerne an Josef Firnigl (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 0152/51900346) senden können. Laut Pressemitteilung des Landratsamts hat Landrat Leo Schrell die Betriebe persönlich dazu aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Wir hoffen auf großen Erfolg und bedanken und beim Landratsamt für die Kooperation und bei allen Betrieben, die Arbeits-, Praktikums-, und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen!

Der Widerstand wächst: Immer mehr Menschen protestieren lautstark gegen die umstrittenen Abschiebungen nach Afghanistan, immer mehr Online-Petitionen werden gestartet. Wir sammeln aus aktuellem Anlass hier überblicksweise alle Petitionen, die uns bekannt sind:

https://www.change.org/p/bundeskanzlerin-angela-merkel-keine-abschiebungen-nach-afghanistan

81.200 Unterzeichner (01. November 2018)

https://www.change.org/p/stoppt-die-abschiebungen-unserer-afghanischen-mitsch%C3%BCler-bmi-bund

72.700 Unterzeichner (01. November 2018)

https://www.change.org/p/petitionsausschuss-des-deutschen-bundestages-sofortiger-abschiebestopp-nach-afghanistan

13.100 Unterzeichner (01. November 2018)

https://www.change.org/p/offener-brief-an-bundeskanzlerin-frau-dr-merkel

678 Unterzeichner (20. Juli 2018, Petition geschlossen)

Die vorgestellten Petitionen haben insgesamt über 167.500 Unterstützer, das sind über zwei Promille der deutschen Bevölkerung.

Am 17. Februar 2017 war der Studientag „Willkommenskultur konkret“ der Evangelischen Akademie Tutzing. Unser 1. Vorsitzender und Koordinator GEORG SCHRENK war dabei.

Neben 91 Helfern aus ganz Bayern waren Dr. Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat, Michael Bammessel, Vorsitzender der Diakonie Bayern, Dr. Maria Grieberger-Zingerle vom Bayerischen Sozialministerium und zahlreiche weitere hochkarätige Experten nach Tutzing gekommen, um rund zwei Jahre nach Gründung der meisten Flüchtlingsinitiativen unter dem Titel „Willkommenskultur konkret“ die neuesten Entwicklungen beim Thema Asyl & Migration zu diskutieren. Georg Schrenk wagte auf seiner privaten Facebook-Page ein Fazit und schloss sich der Bemerkung von Dr. Stephan Dünnwald, die Beschränkungen der Bayerischen Asylpolitik würden von den Flüchtlingshelfern einhellig als „Vergrämung der Flüchtlinge“ wahrgenommen, eindeutig an. Es sei nicht zielführend, so einzelne Diskussionsbeiträge, wenn Flüchtlingen mit „wenig hoher Bleibewahrscheinlichkeit“ Steine in den Weg zur Arbeit und zur Selbstständigkeit gelegt würden. Auch dauerten Verwaltungsgerichtsverfahren wegen Personalknappheit mittlerweile rund ein Jahr. Die zahllosen Schwierigkeiten frustrierten die Flüchtlingshelfer in Bayern zusehends, so das Fazit der Diskussion. Die Vertreterin des Sozialministeriums konnte nur unzureichend auf die Fragen und kritischen Äußerungen der versammelten Ehrenamtlichen zu eingehen. Trotzdem würden nach Schrenks Einschätzung die meisten Helfer wohl weitermachen – zum Wohle der Flüchtlinge.
In der Politik, ergänzte Stephan Dünnwald vom Flüchtlingsrat, sei mittlerweile das Wahlkampfdenken wieder eingezogen. Er verwies dazu auch auf die geplante dritte Ausgabe der umstrittenen Sammelabschiebungen nach Afghanistan am 22. Februar 2017. Der Flüchtlingsrat wird hierzu seiner Homepage zufolge auch wieder Demonstrationen organisieren.

In Dillingen vor Ort, so konnte Schrenk allerdings feststellen, sei es gelungen, mit der Wohnungslotsin des Landratsamts Katja Finger eine bayernweit vorbildliche Lösung für das Wohnungsproblem zu etablieren. Unsere eigene Gruppe sieht er auf einem „guten Standard“. Das zeige, so Schrenk, das entgegen allen Gegenwinds viel möglich und machbar sei, wenn man nur wolle. Er bedauere jedoch, dass von den zuständigen Sachbearbeitern in den Behörden auf Regierungsbezirksebene abgesehen von den Vertreter der Arbeitsagentur Augsburg niemand anwesend gewesen sei – zumindest habe er aus dem Regierungsbezirk Schwaben keinen Vertreter auf der Tagung in Tutzing wiedererkannt.

Die Diskussion wird fortgesetzt werden – online an dieser Stelle und im persönlichen Gespräch mit Dr. Stephan Dünnwald, der am 2. März zum 19. Rundgespräch zu uns nach Dillingen kommen wird.

Ankunft von Flüchtlingen in der Gemeinschaftsunterkunft Dillingen

In der Gemeinschaftsunterkunft der Regierung von Schwaben in der Max-Planck-Straße 1 befinden sich viele neue Asylbewerber. Am 10. Februar 2017 war ein Team von uns vor Ort und wies die Flüchtlinge ein. Koordinator GEORG SCHRENK berichtet.

Hand auf’s Herz: Ehrenamt lebt durch Ehrenamtliche. Unser Verein hilft seit zwei Jahren den Flüchtlingen in unserer Stadt, damit sie ein menschenwürdiges Leben führen können. Viele Projekte haben wir dazu angestoßen: den Chor der Begegnung, das Sprachcafé, den ehrenamtlichen Deutschunterricht... Und die Ideen gehen uns nicht aus. Am Rande des 18. Rundgesprächs stellte unser 1. Vorsitzender und Koordinator Georg Schrenk zwei neue Projekte vor, die dringend eine helfende Hand benötigen.

Projekt Nummer 1: Eine Ballsportgruppe in einer Sporthalle, angeregt durch Pfarrer Lothar Hartmann. Wir wollen Asylbewerbern die Möglichkeit geben, zwei Mal im Monat eine gemeinsame Sportaktivität besuchen zu können. Denn gerade Flüchtlinge, die noch nicht anerkannt sind und nicht arbeiten dürfen, brauchen dringend eine sinnvolle Beschäftigung. Dabei brauchen wir Sie: Zur Betreten, zur Aufsicht und zum Verlassen und Verschließen der Halle.

Projekt Nummer 2: Die Nachbarschaftshilfe. Wir wollen ein Integrationsprojekt auf die Beine stellen, um Asylbewerbern aber auch Anerkannten, die noch keine feste Arbeit ausüben, eine Möglichkeit zur sinnvollen Betätigung zu verschaffen. Sie sollen unter unserer Anleitung praktische Nachbarschaftshilfe durchführen: Rasenmähen, Einkaufen, Putzen, Schneeräumen usw. ... Auch dafür suchen wir noch jemanden, der diese Aktion leiten und betreuen kann!

Dringend gesucht werden außerdem immer Patinnen und Paten für anerkannte Flüchtlinge in Mietwohnungen und Asylbewerber in der Gemeinschaftsunterkunft. Die Aufgaben hier: Unterstützung bei Behördengängen der Anerkannten, Zurechtfinden in Deutschland bei den Asylbewerbern, die in der Gemeinschaftsunterkunft untergebracht sind.

Hand auf’s Herz: Wäre so ein Ehrenamt etwas für Sie? Bezahlt werden Sie nicht, aber Sie gewinnen Unbezahlbares: eine sinnvolle Tätigkeit, die unserer Gesellschaft nützt. Einen wertvollen Einblick, wie die Situation der Flüchtlinge tatsächlich ist. Den internationalen Austausch über Konfessions- und Religionsgrenzen hinweg, und, auch das soll vorkommen: echte neue Freunde. Wenn Sie uns unterstützen möchten, können Sie Mitglied unseres Vereins werden, müssen aber nicht. Man darf auch Mitwirken ohne Mitglied zu sein. Wir veranstalten ca. alle sechs Wochen das Rundgespräch, unsere zentrale Informations- und Entscheidungsplattform. Als Mitglied haben Sie darüber hinaus volles aktives und passives Stimmrecht auf den Mitgliederversammlungen. Eventuelle Ausgaben wie Fahrtkosten etc., die Ihnen im Zuge Ihrer Tätigkeit, egal ob Mitglied oder nicht, entstehen, werden Ihnen vom Spendenkonto erstattet.

Hand auf’s Herz: Haben Sie Mut, melden Sie sich, die Unterstützung der Flüchtlinge ist ein ehrenamtliches Engagement was nicht nur Probleme mit sich bringen, sondern auch Freude machen kann. Melden Sie sich bei unserem 1. Vorsitzenden und Koordinator Georg Schrenk unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir freuen uns auf Sie!

Dillingen, den 20. Dezember 2016

Am 26. Juli 2016 veröffentlichten wir an dieser Stelle bereits einmal ein Pressestatement zu den Anschlägen in Deutschland zu diesem Zeitpunkt. Mit großem Bedauern haben wir erfahren, dass sich unser Wunsch damals, dass sich "derartige Anschläge nicht mehr wiederholen" würden, nicht erfüllt hat. Am 19. Dezember 2016 raste ein LKW um ca. 20 Uhr in einen Weihnachtsmarkt in Berlin. Wir möchten aus diesem Anlass unser Statement vom Juli 2016 erneut veröffentlichen und bekräftigen erneut unsere Haltung, unsere Hoffnungen und Wünsche in Bezug auf den neuen Anschlag in Berlin.

Dillingen, den 26. Juli 2016

Die Unterstützergruppe Asyl/Migration Dillingen an der Donau e.V. i.G. verurteilt auf dem Boden des Grundgesetzes und in Übereinstimmung mit den christlichen Werten ihrer Unterstützer jegliche Gewalt. Wir bedauern die jüngsten Vorfälle sehr und sprechen allen Angehörigen der Opfer unser herzliches Beileid aus.

Ebenfalls verurteilen wir jedoch auch die neuesten Versuche bestimmter Politiker, die Ereignisse auf dem Rücken der Opfer populistisch für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Derlei Versuche werden nur dazu führen, dass die Frustration unter den Flüchtlingen weiter ansteigt. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass die in Dillingen lebenden Flüchtlinge ein menschenwürdiges Leben verdient haben. Dieses Ziel können wir nur gemeinsam auf Grundlage unseres Leitbildes erreichen. Wir warnen eindringlich davor, in der Bewertung der Anschläge Pauschalurteile auf Kosten der Flüchtlinge zu fällen, denn jeder Mensch ist einzigartig und hat das Recht auf Leben in Freiheit und Würde.

Wir bitten alle unsere Unterstützer und insbesondere unsere Paten, im täglichen Kontakt mit Flüchtlingen weiter auf erste mögliche Anzeichen für eine Radikalisierung zu achten und sie gegebenenfalls an die entsprechenden Stellen zu melden. Wir haben dies in der Vergangenheit im präventiven Sinne bereits getan. Der Bayerische Flüchtlingsrat hat des Weiteren dazu auf folgende Webseiten verwiesen:

https://www.polizei.bayern.de/schuetzenvorbeugen/index.html/232038

http://www.violence-prevention-network.de/de/aktuelle-projekte/beratungsstelle-bayern

Wir bringen unsere tiefe Hoffnung zum Ausdruck, dass sich derartige Anschläge nicht mehr wiederholen.

gezeichnet
Georg Schrenk
1. Vorsitzender und Koordinator der Unterstützergruppe Asyl/Migration Dillingen e.V. i.G.
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Die Weihnachtsbotschaft 2016 von Georg Schrenk

Georg Schrenk

Es war ein ereignisreiches Jahr: in den USA wurde ein Mann zum Präsidenten gewählt, der eine Mauer gegen Flüchtlinge bauen will, in Deutschland eine Partei immer stärker, die Flüchtlinge an den deutschen Grenzen erschießen lassen will, und in Bayern ein Gesetz erlassen, auf dem "Integration" draufsteht, aber nicht drin ist. Auf lokaler Dillinger Ebene haben wir uns am 06. Oktober als Verein gegründet. Wie letztes Jahr auch fasst unser Koordinator GEORG SCHRENK, der seit der Vereinsgründung auch das Amt des ersten Vorsitzenden ausübt, die Ereignisse zusammen und wirft einen Blick auf das neue Jahr 2017.

Beim Empfang der Bürgerstiftung Albertus Magnus Lauingen

Georg Schrenk, Helfer und Flüchtlinge beim Empfang der Bürgerstiftung Albertus Magnus Lauingen

Eine Veranstaltung, die Mut machte: Am 15. November 2015 überreichte die Bürgerstiftung Albertus Magnus in Lauingen im Festsaal des Rathauses beachtliche Spenden an die Unterstützergruppen von Gundelfingen, Lauingen, dem Bachtal und Dillingen. Dazu gestaltete sie einen Empfang, für den eritreische Flüchtlinge aus dem Pfarrhaus St. Ulrich und syrische Flüchtlinge aus der Robert-Bosch-Straße Snacks vorbereitet hatten. Sie schufen damit ein Forum der Begegnung und einen Abend des Austausches für Deutsche und Flüchtlinge, umrahmt von den jungen afghanischen Musikern des "West-östlichen Divan" aus Wittislingen. „Wir schaffen das“, dieses alte Motto würden die Ehrenamtlichen mit ihrem Engagement mit Leben füllen, so der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Rainer Hönl. Wir danken allen Beteiligten für diesen gelungenen und ermutigenden Abend!

Hinweis:

Am 18.11. titelte die DonauZeitung in ihrem Bericht, unser Verein hätte bei dieser Veranstaltung eine Spende in Höhe von 6000 Euro erhalten. Dieser Bericht ist falsch. Die Zahl "6000 Euro" bezieht sich auf die gesamte Summe, welche die Bürgerstiftung Albertus Magnus an die vier Helfergruppen aus Gundelfingen, Lauingen, dem Bachtal und Dillingen insgesamt verteilt hat. Unsere Gruppe erhielt davon nur einen Teilbetrag in Höhe von 2500 Euro. Wir haben die DonauZeitung um Korrektur gebeten.

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