einer Studentin im Master Caritaswissenschaft, Uni Passau:

https://www.soscisurvey.de/FHU16/

Viel Spaß!

von Pfarrer Lothar Hartmann

Der 29. April 2017 war für drei Flüchtlinge aus Afghanistan ein besonderer Tag. Die sogenannten „unbegleiteten Jugendlichen“ empfingen das Sakrament der Taufe und das Sakrament der Firmung in der kath. Kirche St. Ulrich zu Dillingen. Vor einem Jahr hatte einer der jungen Männer sein Interesse am christlichen Glauben bekundet. Pfarrer Lothar Hartmann, Religionslehrer am Bonaventura-Gymnasium übernahm seine Betreuung. Nach kurzer Zeit stießen zwei weitere unbegleitete Jugendliche dazu und es entstand bei allen dreien mit der Zeit der Entschluss Christen zu werden. Von Pfarrer Lothar Hartmann wurden sie intensiv betreut und in die Grundlagen des christlichen Glaubens eingewiesen. Durch die Kontakte mit den jungen Männern wurden auch Verbindungen zu anderen afghanischen Flüchtlingen hergestellt und man traf sich wöchentlich einmal in der Sporthalle der Bonaventura Realschule zum Fußball, übrigens auch von Pfarrer Hartmann beaufsichtigt. Nachdem die Zustimmung von Bischof Konrad Zsarda vorlag, die Unterweisung in den christlichen Glauben und die kath. Kirche einen guten Stand erreicht hatten, wurden von Pfarrer Hartmann die Sakramente der Taufe und der Firmung gespendet. Einige Flüchtlinge aus Afghanistan, Stadtpfarrer Wolfgang Schneck sowie Helfer/innen und Konrad Lindner von der Berufsschule von Höchstädt wohnten der Zeremonie und einer anschließenden Kaffeetafel bei. Den jungen Männern wünschen wir Kraft ihren Weg weiter zu gehen. Lehrer und Flüchtlingshelfer sowie die drei jungen Christen hoffen jetzt auch, dass sie die Möglichkeit erhalten in Deutschland eine Berufsausbildung zu absolvieren.


Kreuzweg auf dem Cerro San Cristobal, Santiago de Chile, Chile

Wir interpretieren das Kreuzgeschehen als Aufruf zur Versöhnung unter allen Mitmenschen egal welcher Religion und Herkunft. Wir danken all unseren Unterstützern, Helfern und Spendern, die diese Vision seit zwei Jahren mit uns teilen.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie allseits Frohe und Gesegnete Ostern!

Mehr Informationen erhalten Sie durch Klick auf das Bild. Wir dokumentieren eine der Reden - den Beitrag von Dr. med. Thomas Nowotny - an dieser Stelle.

Wie im Großen, so im Kleinen: auf der ganzen Welt ist der Kreuzweg Tradition, die berühmtesten finden in Rom und Jerusalem statt. Zum dritten Mal gab es am Karfreitag 2017, dem 14. April, auch einen Kreuzweg mit über 250 Teilnehmern in Dillingen. Wir hatten auch Flüchtlinge zur Teilnahme aufgerufen und sind sehr erfreut, dass sowohl Flüchtlinge aus unterschiedlichen Herkunftsstaaten als auch einige unserer Ehrenamtlichen dem Aufruf gefolgt sind. An der Studienkirche, beim Rathaus, der Ölbergskapelle, dem Parkplatz bei der Grundschule, an der Redaktion der DonauZeitung sowie auf dem Friedhof wurden Texte aus der hl. Schrift vorgetragen und Fürbitte gehalten. Mit der Trauermette in der Aussegnungshalle des Friedhofes fand eine Veranstaltung ihren Schlusspunkt, die alle zum Nachdenken über Tod und Auferstehung Christi aber auch die Herausforderungen unserer Zeit anregten.

Fabian Mehring aus Häuslers Team am Rande der Veranstaltung

von Georg Schrenk

Am 08. April 2017 lud MdL Johann Häusler (FW) ca. 60 Flüchtlingshelfer/innen nach Gottmannshofen zum Weißwurstessen ein. Das war nicht nur eine nette Geste, sondern auch die Möglichkeit zum Informationsaustausch mit MdL Häusler und seinem Referenten Fabian Mehring sowie zwischen den Helferkreisen. Schön war es auch, dass Bürgermeister Erhard Friegel aus Holzheim der Veranstaltung besuchte. Eine Veranstaltung, die Hoffnung macht! MdL Häusler hat keine Versprechungen abgeben und auch nicht mit den in der letzten Zeit oft gehörten "Leersätzen" vieler Politiker/innen geantwortet. Er hat zugehört und seine Hilfe bei der Lösung der Herausforderungen in Aussicht gestellt. Ihm und seinem Team danke für die Ausrichtung und Durchführung.

Mehr Informationen erhalten Sie auch in der von Häuslers Büro verteilten Pressemitteilung.

Ein Videotipp von Georg Schrenk

Wir sind eine unabhängige Gruppe, bei uns finden sich Christen, Muslime und auch Atheisten zusammen. Sie vereint ein Ziel: Den Flüchtlingen einen menschenwürdigen Aufenthalt bei uns zu ermöglichen. Viele schauen weg und wir sind oft allen. Gerade jetzt kommen daher den Worten von Kardinal Woelki aus Köln besondere Bedeutung zu!

Sie finden sie unter: https://www.domradio.de/video/wort-des-bischofs-97

Nach langer Wartezeit und viel Arbeit ist es so weit: Endlich kann die lang angekündigte Jobdatenbank ihre Arbeit aufnehmen. Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung vom 20. März 2017 erklärte, funktioniert unser neuestes Projekt zur Jobsuche für Flüchtlinge wie folgt:

  • Kernstück ist eine Jobdatenbank, zu der alle Helferkreise Zugang haben
  • Jeder örtliche Helferkreis kann aus dem Stellenfundus geeignete Stellen für potenzielle Bewerber heraussuchen
  • Der Helfer bekundet Interesse für diese Stelle und versucht, diese mit seinem „Schützling“ zu besetzen
  • Während des Vermittlungsprozesses ist die Stelle geblockt und wird nicht anderweitig verwendet
  • War der Vermittlungsprozess erfolgreich, ist die Stelle nicht mehr verfügbar
  • War der Vermittlungsprozess nicht erfolgreich, ist die Stelle wieder verfügbar

Um die Stellen für Flüchtlinge zentral zu erfassen, gibt es hier ein Formular für interessierte Betriebe, das sie gerne an Josef Firnigl (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 0152/51900346) senden können. Laut Pressemitteilung des Landratsamts hat Landrat Leo Schrell die Betriebe persönlich dazu aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Wir hoffen auf großen Erfolg und bedanken und beim Landratsamt für die Kooperation und bei allen Betrieben, die Arbeits-, Praktikums-, und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen!

Der Widerstand wächst: Immer mehr Menschen protestieren lautstark gegen die umstrittenen Abschiebungen nach Afghanistan, immer mehr Online-Petitionen werden gestartet. Wir sammeln aus aktuellem Anlass hier überblicksweise alle Petitionen, die uns bekannt sind:

https://www.change.org/p/bundeskanzlerin-angela-merkel-keine-abschiebungen-nach-afghanistan

80.700 Unterzeichner (15. April 2018)

https://www.change.org/p/stoppt-die-abschiebungen-unserer-afghanischen-mitsch%C3%BCler-bmi-bund

72.500 Unterzeichner (15. April 2018)

https://www.change.org/p/petitionsausschuss-des-deutschen-bundestages-sofortiger-abschiebestopp-nach-afghanistan

7.000 Unterzeichner (15. April 2018)

https://www.change.org/p/offener-brief-an-bundeskanzlerin-frau-dr-merkel

678 Unterzeichner (15. April 2018, Petition geschlossen)

Die vorgestellten Petitionen haben insgesamt fast 161.000 Unterstützer, das sind knapp zwei Promille der deutschen Bevölkerung.

Am 17. Februar 2017 war der Studientag „Willkommenskultur konkret“ der Evangelischen Akademie Tutzing. Unser 1. Vorsitzender und Koordinator Georg Schrenk war dabei.

Neben 91 Helfern aus ganz Bayern waren Dr. Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat, Michael Bammessel, Vorsitzender der Diakonie Bayern, Dr. Maria Grieberger-Zingerle vom Bayerischen Sozialministerium und zahlreiche weitere hochkarätige Experten nach Tutzing gekommen, um rund zwei Jahre nach Gründung der meisten Flüchtlingsinitiativen unter dem Titel „Willkommenskultur konkret“ die neuesten Entwicklungen beim Thema Asyl & Migration zu diskutieren. Georg Schrenk wagte auf seiner privaten Facebook-Page ein Fazit und schloss sich der Bemerkung von Dr. Stephan Dünnwald, die Beschränkungen der Bayerischen Asylpolitik würden von den Flüchtlingshelfern einhellig als „Vergrämung der Flüchtlinge“ wahrgenommen, eindeutig an. Es sei nicht zielführend, so einzelne Diskussionsbeiträge, wenn Flüchtlingen mit „wenig hoher Bleibewahrscheinlichkeit“ Steine in den Weg zur Arbeit und zur Selbstständigkeit gelegt würden. Auch dauerten Verwaltungsgerichtsverfahren wegen Personalknappheit mittlerweile rund ein Jahr. Die zahllosen Schwierigkeiten frustrierten die Flüchtlingshelfer in Bayern zusehends, so das Fazit der Diskussion. Die Vertreterin des Sozialministeriums konnte nur unzureichend auf die Fragen und kritischen Äußerungen der versammelten Ehrenamtlichen zu eingehen. Trotzdem würden nach Schrenks Einschätzung die meisten Helfer wohl weitermachen – zum Wohle der Flüchtlinge.
In der Politik, ergänzte Stephan Dünnwald vom Flüchtlingsrat, sei mittlerweile das Wahlkampfdenken wieder eingezogen. Er verwies dazu auch auf die geplante dritte Ausgabe der umstrittenen Sammelabschiebungen nach Afghanistan am 22. Februar 2017. Der Flüchtlingsrat wird hierzu seiner Homepage zufolge auch wieder Demonstrationen organisieren.

In Dillingen vor Ort, so konnte Schrenk allerdings feststellen, sei es gelungen, mit der Wohnungslotsin des Landratsamts Katja Finger eine bayernweit vorbildliche Lösung für das Wohnungsproblem zu etablieren. Unsere eigene Gruppe sieht er auf einem „guten Standard“. Das zeige, so Schrenk, das entgegen allen Gegenwinds viel möglich und machbar sei, wenn man nur wolle. Er bedauere jedoch, dass von den zuständigen Sachbearbeitern in den Behörden auf Regierungsbezirksebene abgesehen von den Vertreter der Arbeitsagentur Augsburg niemand anwesend gewesen sei – zumindest habe er aus dem Regierungsbezirk Schwaben keinen Vertreter auf der Tagung in Tutzing wiedererkannt.

Die Diskussion wird fortgesetzt werden – online an dieser Stelle und im persönlichen Gespräch mit Dr. Stephan Dünnwald, der am 2. März zum 19. Rundgespräch zu uns nach Dillingen kommen wird.

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