Kardinal Marx: „Die Menschen, die im Mittelmeer ertrinken, sind Christus“

Dillinger Flüchtlinge und ihre Helfer bei der Mahnwache zur Seenotrettung in München

Sechs Flüchtlinge haben am 14. Dezember 2019 in Begleitung von fünf ehrenamtlichen Helfern eine Mahnwache mit anschließendem ökumenischem Gedenkgottesdienst für die Toten im Mittelmeer besucht. Unser 1. Vorsitzender und Koordinator, Georg Schrenk, wertete diese als ein „Zeichen gegen den vielerorts sichtbar werdenden Hass“.
Der Erzbischof von München und Freising und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, stellte fünf Leitlinien vor, an denen sich das christliche Europa zu messen habe: Keine Toten an den Außengrenzen, die Wahrung der Menschenwürde, der Anspruch auf ein faires Asylverfahren, keine Abschiebungen in Krieg und Verfolgung sowie Gerechtigkeit in den Herkunftsländern vor Ort. Sein evangelischer Kollege, der EKD-Ratsvorsitzende und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, erinnerte an die Stelle im Matthäus-Evangelium, wonach alle Menschen einmal Rechenschaft ablegen müssten für ihr Leben – und dass dabei weder Reichtum noch Ruhm zählen würden.

Die Dillinger Delegation zeigte sich nach Worten Schrenks „beeindruckt“ von der Veranstaltung. Schrenk selbst kritisierte jedoch im Nachgang, dass sich außer der Augsburger Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) offensichtlich niemand aus Landes- und Bundespolitik habe blicken lassen.

Joomla templates by a4joomla