Taufe Iranische Flüchtlingsfamilie Unterliezheim Lothar Hartmann

Am vergangenen Sonntag, den 28. Juli 2019, nahm der ehemalige Pfarrer von Unterliezheim und heutige Stadtpfarrer von Weißenhorn, Lothar Hartmann, ein Ehepaar aus dem Iran und deren Tochter in die Gemeinschaft der an Christus Glaubenden auf. Der Taufe vorangegangen waren über eineinhalb Jahre Vorbereitung. Schon im Iran hatten die Täuflinge mit dem Christentum sympathisiert, das offene Bekenntnis dazu war dort aufgrund der mangelnden Religionsfreiheit in jenem Land jedoch unmöglich.
Pfarrer Hartmann erinnerte in seiner Predigt an die Zeiten der sogenannten „Flüchtlingskrise“ und daran, dass sie in erster Linie von Ehrenamtlichen überwunden wurde und wird, die sich das Christuswort „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (Mt 25,35.43) zu Herzen nehmen. Als Erinnerung an diesen Tag erhielten die Täuflinge eine Taufkerze, die auch mit Unterstützung der Dorfgemeinschaft gestaltet worden war. Die Unterliezheimer, darunter auch Landrat Leo Schrell, bekundeten ihr Willkommen an die neugetauften Christen durch das anschließende Kaffeetrinken in der dezentralen Flüchtlingsunterkunft. Der 1. Vorsitzende und Koordinator der Unterstützergruppe „Asyl/Migration Dillingen a.d.D.“ e.V., Georg Schrenk, wies bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass derartige Integrationserfolge nur mit dem Modell der dezentralen Unterkünfte möglich seien, und brachte erneut die Ablehnung der Ankerzentren durch die Dillinger Helfer zum Ausdruck.

Fast 400 Links fasst mittlerweile die größte kommentierte Linksammlung an Websiten zu den Themen Asyl, Migration und Flüchtlinge, die es im deutschsprachigen Web gibt. So wurde es auch dieses Jahr wieder Zeit für eine große Generalüberholung.

Die wichtigste Neuerung betrifft die Kategorie "Studien": dort wurde nun das gleiche System wie bei den "Presseberichten" eingeführt, das es erlaubt, den Herausgeber einer wissenschaftlichen Studie zum Thema Flüchtlinge gleich auf den ersten Blick zu identifizieren.
Dazu dienen auch die anderen elf Kategorien, von "Arbeiten" über "Deutsch lehren und lernen" bis hin zu "Rechtsthemen" und "Wohnen". Das wichtige Thema Integration wird mit "Leben in Deutschland" abgedeckt.

Die Links stammen größtenteils aus der Auswertung von Flyer-, Info- und Werbematerial, das wir bekommen; aus den Kreisen des Bayerischen Flüchtlingsrates, dem monatlichen Newsletter der Bayerischen Integrationsbeauftragten und dem wöchentlichen Newsletter des Münchner Flüchtlingsrats. Einige wenige sind auch durch Linktausch in unsere Sammlung gelangt.
Sie haben einen Tipp, welche Seiten wir noch in die Sammlung aufnehmen können, oder wollen Ihre eigene Organisation hier eintragen? Dann kontaktieren Sie uns einfach unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Für Linktauschs sind wir immer bereit!

Wir hoffen damit, dass die Linksammlung ein noch besserer Wegweiser im Netz wird und insbesondere auch den Flüchtlingen eine Hilfestellung unter den vielen Angeboten im Netz werden kann. Schauen Sie doch einfach mal rein!

https://asyl.dillingen.de/index.php/linksammlung

Flüchtlingskinder lernen sehr schnell Deutsch als Zweitsprache, haben aber auch ein Recht auf ihre Muttersprache [Archivbild]

Unsere Unterstützergruppe richtete in diesen Tagen zum ersten Mal einen Arabischkurs für Flüchtlingskinder ein. Warum einen Arabischkurs, fragen sich so Manche, wenn die Kinder sich doch integrieren und Deutsch lernen sollen? Unsere Autorin meint: die Muttersprache darf nicht unter den Tisch fallen. BARBARA BRÜNING ist Sonderschullehrerin für Sprachheilpädagogik mit langjähriger Praxiserfahrung als selbständige Sprachtherapeutin und arbeitet derzeit als freie Fortbildungsreferentin im Forschungsprojekt „Mehrsprachigkeit in Kindertageseinrichtungen“ der Universität Eichstätt. Ein Gastbeitrag für alle, die beim Spracherwerb unterstützen möchten.

Flüchtlingsrat mahnt Schutz von Ehe und Familie an

Im Fall Adama K. ist ein Urteil gesprochen worden. Die damals im siebten Monat Schwangere sollte vor einem Jahr nach Italien zurückgeschoben werden. Weil sie nicht mitwirkte, musste sie sich am 18. Juni 2019 gegen harte Vorwürfe der Staatsanwaltschaft vor dem Amtsgericht Deggendorf verantworten. Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisiert das Urteil.

Flüchtlingshelfer im Bayerischen Landtag [Archivbild: Jan Doria]

In diesen Tagen diskutiert Deutschland über das sogenannte „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ von Horst Seehofer. Nicht zum ersten Mal ergreifen auch Flüchtlingshelferorganisationen das Wort und mischen sich aktiv in die Debatte mit ein. Doch unter welchen Voraussetzungen tun sie das? Wie politisch darf Flüchtlingshilfe sein? Eine Reflexion von unserem Medienbeauftragten JAN DORIA.

Afghanischer Lokalpolizist im Januar 2012 [Autor: David Axe, Quelle: flickr.com, CC-BY-NC 2.0]

Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) hat erneut vor Abschiebungen nach Afghanistan gewarnt. „Die Sicherheitslage in dem Land lässt Rückführungen nur im Ausnahmefall zu. Und die Situation hat sich in den letzten Monaten weiter verschlechtert“, sagte Dominik Bartsch, Repräsentant des UNHCR in Deutschland, am Sonntag in Berlin. Damit schließt sich der UNHCR der Einschätzung zahlreicher zivilgesellschaftlicher Organisationen an.

MdL Johann Häusler (Freie Wähler), Hans Urmann, MdL Eva Gottstein (Freie Wähler), Elfriede Hämmerle

Zum dritten Mal schon lud Johann Häusler MdL (Freie Wähler) Asyl-Ehrenamtliche zum "traditionellen" Weißwurstfrühstück ins Gasthaus Stark in Gottmannshofen ein. Ehrengast war dieses Jahr die Ehrenamtsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Eva Gottstein MdL. Häusler und Gottstein würdigten bei diesem Anlass das Engagement der Helfer und bedankten sich insbesondere bei Hans Urmann und Elfriede Hämmerle (im Bild) sowie bei Wolfgang Plarre und Georg Schrenk. Dieser nutzte die Gelegenheit, um Häusler in einem Vortrag auf die wichtigsten Anliegen der Helfer aufmerksam zu machen, darunter die Themen Beurkundung von Geburten und Passbeschaffung. "Wir wissen, dass Johann Häusler unsere Sorgen in den Landtag und die Ministerien transportieren wird", bestätige Schrenk nach der Veranstaltung. Es sei von großer Bedeutung, dass sich die Politik vor Ort über die Herausforderungen bei der Integration informiere, anstatt Politik vom Stammtisch aus zu machen – auch, wenn die Flüchtlingshelfer an diesem Morgen ausgiebig dem (Weißwurst)-Stammtisch fröhnten ;-).

Der Bayerische Innen- und Integrationsminister hat am 21. Mai 2019 fast zwei Drittel der 24 abgeschobenen Afghanen für den Flug nach Kabul zugeliefert. Nur fünf der ursprünglich 16 für die Abschiebung geplanten Afghanen aus Bayern waren verurteilte Straftäter. Das Innenministerium lobt sich für eine harte Abschiebepolitik. Dazu gehört auch die Verweigerung von Arbeits- oder Ausbildungserlaubnissen. Zahllose Flüchtlinge in Bayern bewerben sich derzeit zum zweiten oder dritten Mal um eine Beschäftigungserlaubnis. Den Ausbildungsplatz haben sie längst. Dass sie die Ausbildung beginnen können, wird von Innenminister Herrmanns Ausländerbehörden aber verhindert. Die Blockadehaltung seiner Behörden hat viele Flüchtlinge enttäuscht aufgeben lassen.

Mit einer neuen Verordnung sollten nach Bekunden des Innenministeriums mehr Chancen für Geflüchtete eröffnet werden. Tatsächlich wird die Weisung von Anfang März aber von zahlreichen Ausländerbehörden als Verschärfung ausgelegt, andere scheint das 47-seitige innenministerielle Schreiben nicht erreicht zu haben.

Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisiert seit längerem die Beschäftigungslotterie in Bayern. In einem Landkreis wird eine Ausbildung erlaubt, im Nachbarlandkreis hat man bei gleichen Leistungen keine Chance. Das liegt nicht an der wirtschaftlichen Performance der jeweiligen Regionen, sondern ausschließlich an Innenminister Herrmanns Ausländerbehörden. Betriebe, Haupt- und Ehrenamtliche und auch Flüchtlinge sind die Leistungsträger der Integration. Der Innenminister ist es nicht.

„Die Verweigerungspolitik des Innenministeriums hat inzwischen viele Arbeitgeber und Ehrenamtliche frustriert aufgeben lassen. Das geht auf das Konto des Innenministers, den wir deshalb nicht Integrationsminister nennen können, sondern höchstens Integrationsverhinderungsminister. Auch die Bezeichnung Integrationsminister muss man sich verdienen. Dazu hat Herr Herrmann gerade Gelegenheit. Weit mehr als 100 von den Behörden abgelehnte Ausbildungsverträge liegen derzeit zur Überprüfung beim Innenministerium. Flüchtlinge, Betriebe und Ehrenamtliche warten hier auf eine Antwort. Außerdem muss ein Integrationsminister, der sich den Namen verdienen will, den Integrationswilligen Chancen eröffnen, und das auch seinen Ausländerbehörden beibringen. Wir brauchen eine Ausrichtung an Integration, ob man das nun Weichenstellung oder Spurwechsel nennt“, fordert Stephan Dünnwald, Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats.

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung des Bayerischen Flüchtlingrats. Die Unterstützergruppe "Asyl/Migration Dillingen a.d.D." e.V. unterstützt ebenfalls die Forderung nach besserem Zugang zu Arbeitserlaubnissen.

Kreuz auf dem Cerro Santa Polonia in Cajamarca, Perú [Autor: Jan Doria]

"Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!" (Lk 24,36)

Wie oft quasseln wir nur – und erkennen das Eigentliche nicht? Wie oft sind wir abgelenkt vom neuesten Katzenvideo auf Youtube – und vergessen darüber, dass die Welt in Flammen steht? Wie oft reden wir übereinander, aber nicht miteinander?

Die Botschaft von der Auferstehung unterbricht die alltägliche Routine. Jesus tritt in unsere Mitte – und beansprucht unsere volle Aufmerksamkeit. Wofür? Um uns zu schimpfen ob unserer Ignoranz? Um uns zu bestrafen? Um eine soziale Revolution loszutreten?

Nein. Er kommt, um uns zu sagen: "Friede sei mit euch". Und so ist die Osterbotschaft vor allem eine Friedensbotschaft – eine Vollendung der Botschaft, die gut 30 Jahre zuvor auf dem Felde bereits begann. Friede, wo Krieg ist. Friede, wo Leid ist. Friede, wo Hass ist. Eine Utopie? Vielleicht. Aber das Reich des Friedens, das ist die Botschaft des auferstandenen Christus, hat heute bereits begonnen.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein friedliches Osterfest 2019. Wir bedanken uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern und allen Spenderinnen und Spendern, die unsere Arbeit möglich machen. Genießen Sie die Feiertage.

African-european stem cell donater wanted

Donateur des cellules souches african-européenne cherché

Help Astrid – afrikanisch-europäischer Stammzellenspender gesucht

An dieser Stelle leiten wir einen dringenden Aufruf einer nigeranisch-deutschen Krebskranken weiter, die einen Strammzellenspender mit afrikanisch-europäischen Wurzeln sucht. Auf ihrer Website finden sich weitere Informationen.

We would like to share the urgence request of a nigerian-german cancer patient searching for a stem cell donator with african-european roots. More information can be found on her website.

Nous voudrions partager ici l'appelle urgent d'une patient nigerian-allemand qui cherche un donateur des cellules souches avec des racines africans-européennes. On peut acceder à plus d'informations dans sa page web.

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