Beim der Unterstützergruppe "Asyl/Migration Dillingen a.d.D"e.V. gibt es grundsätzlich zwei verschiedene "Typen" von Helfern. Beide arbeiten ehrenamtlich.

Die Paten sind die ersten und dauerhaften Ansprechpartner für die von ihnen betreuten Asylbewerber. Die Menschen, die zu uns kommen, sind mit der für sie völlig neuen Situation hier in Deutschland oftmals überfordert. Sie kennen unsere Sprache nicht, unsere Kultur und unsere Lebensgewohnheiten. Sie sind oft sehr jung, haben noch nie längere Zeit alleine gelebt und können mit technischen Geräten wie Waschmaschinen teilweise nicht umgehen, da es diese in manchen Herkunftsländern auch gar nicht gibt. Mülltrennung ist ihnen fremd. Behördengänge, Arztbesuche und der richtige Umgang mit Geld stellen für sie eine unüberwindbare Herausforderung dar. Diese Probleme existieren nicht, weil die Asylbewerber zu faul wären, sondern weil sie schlicht überfordert sind – manche sind sogar von ihrer Flucht oder von Erlebnissen in ihren Heimatländern traumatisiert. Bei all diesen Dingen brauchen sie also, vor allem in den ersten Monaten, Hilfe und Unterstützung. Diese Aufgabe übernehmen die Paten. Zusätzlich dazu leisten die Paten einen Beitrag zur Integration, weil sie Konflikte schlichten und den regelmäßigen Kontakt zu den Flüchtlingen halten. So verhindern wir, dass Parallelgesellschaften und Ghettos entstehen, und sorgen dafür, dass die Flüchtlinge regelmäßig mit deutschen Muttersprachlern in Kontakt kommen.
Inzwischen haben sich die Aufgaben der sogenannten Paten gewandelt. Sie bleiben zwar meist Ansprechpartner der Flüchtlinge, werden aber oft nur noch in Anspruch genommen, wenn es darum geht, Formulare auszufüllen, bei der Anmietung von Wohnungen zu beraten oder sich in die Gesellschaft zu integrieren. Der Koordinator ist inzwischen dazu übergegangen, sogenannte Paten auch punktuell dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden.

Die Sprachenausbildung durch Ehrenamtliche ist, wie an anderer Stelle schon erwähnt, in den Hintergrund getreten und beschränke sich nur noch auf die Gemeinschaftsunterkunft oder auf Nachhilfe.

Abseits davon bestehen organisatorische Sonderaufgaben wie Widersprüche gegen Abschiebungsbescheide und Pressearbeit, darunter auch die Organisation der Homepage, an. Aufsicht beim Fußballtreff ist eine wichtige Aufgabe ebenso wie die Unterstützung beim Frauentreff oder auch das gemeinsame Singen mit Kindern. Seit Vereinsgründung haben wir auch einen Vereinsvorstand und einen Beirat. Darüber hinaus sind wir für alles offen, egal ob Kochkurse, interkulturelles Essen, Fußballaktionen oder einfache Begleitungen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Englischkenntnisse wären wünschenswert, sind aber nicht zwingend nötig, da auch nicht alle Flüchtlinge Englisch können. Kontaktfreude ermöglicht Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen, die gerne auch von ihrer Heimat erzählen und damit auch unseren Horizont erweitern. Seien Sie herzlich willkommen!

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite "Mitmachen!".

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