Wie im Großen, so im Kleinen: auf der ganzen Welt ist der Kreuzweg Tradition, die berühmtesten finden in Rom und Jerusalem statt. Zum dritten Mal gab es am Karfreitag 2017, dem 14. April, auch einen Kreuzweg mit über 250 Teilnehmern in Dillingen. Wir hatten auch Flüchtlinge zur Teilnahme aufgerufen und sind sehr erfreut, dass sowohl Flüchtlinge aus unterschiedlichen Herkunftsstaaten als auch einige unserer Ehrenamtlichen dem Aufruf gefolgt sind. An der Studienkirche, beim Rathaus, der Ölbergskapelle, dem Parkplatz bei der Grundschule, an der Redaktion der DonauZeitung sowie auf dem Friedhof wurden Texte aus der hl. Schrift vorgetragen und Fürbitte gehalten. Mit der Trauermette in der Aussegnungshalle des Friedhofes fand eine Veranstaltung ihren Schlusspunkt, die alle zum Nachdenken über Tod und Auferstehung Christi aber auch die Herausforderungen unserer Zeit anregten.

Fabian Mehring aus Häuslers Team am Rande der Veranstaltung

von Georg Schrenk

Am 08. April 2017 lud MdL Johann Häusler (FW) ca. 60 Flüchtlingshelfer/innen nach Gottmannshofen zum Weißwurstessen ein. Das war nicht nur eine nette Geste, sondern auch die Möglichkeit zum Informationsaustausch mit MdL Häusler und seinem Referenten Fabian Mehring sowie zwischen den Helferkreisen. Schön war es auch, dass Bürgermeister Erhard Friegel aus Holzheim der Veranstaltung besuchte. Eine Veranstaltung, die Hoffnung macht! MdL Häusler hat keine Versprechungen abgeben und auch nicht mit den in der letzten Zeit oft gehörten "Leersätzen" vieler Politiker/innen geantwortet. Er hat zugehört und seine Hilfe bei der Lösung der Herausforderungen in Aussicht gestellt. Ihm und seinem Team danke für die Ausrichtung und Durchführung.

Mehr Informationen erhalten Sie auch in der von Häuslers Büro verteilten Pressemitteilung.

Ein Videotipp von Georg Schrenk

Wir sind eine unabhängige Gruppe, bei uns finden sich Christen, Muslime und auch Atheisten zusammen. Sie vereint ein Ziel: Den Flüchtlingen einen menschenwürdigen Aufenthalt bei uns zu ermöglichen. Viele schauen weg und wir sind oft allen. Gerade jetzt kommen daher den Worten von Kardinal Woelki aus Köln besondere Bedeutung zu!

Sie finden sie unter: https://www.domradio.de/video/wort-des-bischofs-97

Nach langer Wartezeit und viel Arbeit ist es so weit: Endlich kann die lang angekündigte Jobdatenbank ihre Arbeit aufnehmen. Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung vom 20. März 2017 erklärte, funktioniert unser neuestes Projekt zur Jobsuche für Flüchtlinge wie folgt:

  • Kernstück ist eine Jobdatenbank, zu der alle Helferkreise Zugang haben
  • Jeder örtliche Helferkreis kann aus dem Stellenfundus geeignete Stellen für potenzielle Bewerber heraussuchen
  • Der Helfer bekundet Interesse für diese Stelle und versucht, diese mit seinem „Schützling“ zu besetzen
  • Während des Vermittlungsprozesses ist die Stelle geblockt und wird nicht anderweitig verwendet
  • War der Vermittlungsprozess erfolgreich, ist die Stelle nicht mehr verfügbar
  • War der Vermittlungsprozess nicht erfolgreich, ist die Stelle wieder verfügbar

Um die Stellen für Flüchtlinge zentral zu erfassen, gibt es hier ein Formular für interessierte Betriebe, das sie gerne an Josef Firnigl (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 0152/51900346) senden können. Laut Pressemitteilung des Landratsamts hat Landrat Leo Schrell die Betriebe persönlich dazu aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Wir hoffen auf großen Erfolg und bedanken und beim Landratsamt für die Kooperation und bei allen Betrieben, die Arbeits-, Praktikums-, und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen!

Der Widerstand wächst: Immer mehr Menschen protestieren lautstark gegen die umstrittenen Abschiebungen nach Afghanistan, immer mehr Online-Petitionen werden gestartet. Wir sammeln aus aktuellem Anlass hier überblicksweise alle Petitionen, die uns bekannt sind:

https://www.change.org/p/bundeskanzlerin-angela-merkel-keine-abschiebungen-nach-afghanistan

79.000 Unterzeichner (18. November 2017)

https://www.change.org/p/stoppt-die-abschiebungen-unserer-afghanischen-mitsch%C3%BCler-bmi-bund?source_location=petitions_share_skip

72.300 Unterzeichner (18. November 2017)

https://www.change.org/p/petitionsausschuss-des-deutschen-bundestages-sofortiger-abschiebestopp-nach-afghanistan?recruiter=82779110&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink

2.600 Unterzeichner (18. November 2017)

https://www.change.org/p/offener-brief-an-bundeskanzlerin-frau-dr-merkel?recruiter=203497986&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=share_email_responsive

677 Unterzeichner (18. November 2017)

Die vorgestellten Petitionen haben insgesamt über 154.500 Unterstützer, das sind knapp zwei Promille der deutschen Bevölkerung.

Am 17. Februar 2017 war der Studientag „Willkommenskultur konkret“ der Evangelischen Akademie Tutzing. Unser 1. Vorsitzender und Koordinator Georg Schrenk war dabei.

Neben 91 Helfern aus ganz Bayern waren Dr. Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat, Michael Bammessel, Vorsitzender der Diakonie Bayern, Dr. Maria Grieberger-Zingerle vom Bayerischen Sozialministerium und zahlreiche weitere hochkarätige Experten nach Tutzing gekommen, um rund zwei Jahre nach Gründung der meisten Flüchtlingsinitiativen unter dem Titel „Willkommenskultur konkret“ die neuesten Entwicklungen beim Thema Asyl & Migration zu diskutieren. Georg Schrenk wagte auf seiner privaten Facebook-Page ein Fazit und schloss sich der Bemerkung von Dr. Stephan Dünnwald, die Beschränkungen der Bayerischen Asylpolitik würden von den Flüchtlingshelfern einhellig als „Vergrämung der Flüchtlinge“ wahrgenommen, eindeutig an. Es sei nicht zielführend, so einzelne Diskussionsbeiträge, wenn Flüchtlingen mit „wenig hoher Bleibewahrscheinlichkeit“ Steine in den Weg zur Arbeit und zur Selbstständigkeit gelegt würden. Auch dauerten Verwaltungsgerichtsverfahren wegen Personalknappheit mittlerweile rund ein Jahr. Die zahllosen Schwierigkeiten frustrierten die Flüchtlingshelfer in Bayern zusehends, so das Fazit der Diskussion. Die Vertreterin des Sozialministeriums konnte nur unzureichend auf die Fragen und kritischen Äußerungen der versammelten Ehrenamtlichen zu eingehen. Trotzdem würden nach Schrenks Einschätzung die meisten Helfer wohl weitermachen – zum Wohle der Flüchtlinge.
In der Politik, ergänzte Stephan Dünnwald vom Flüchtlingsrat, sei mittlerweile das Wahlkampfdenken wieder eingezogen. Er verwies dazu auch auf die geplante dritte Ausgabe der umstrittenen Sammelabschiebungen nach Afghanistan am 22. Februar 2017. Der Flüchtlingsrat wird hierzu seiner Homepage zufolge auch wieder Demonstrationen organisieren.

In Dillingen vor Ort, so konnte Schrenk allerdings feststellen, sei es gelungen, mit der Wohnungslotsin des Landratsamts Katja Finger eine bayernweit vorbildliche Lösung für das Wohnungsproblem zu etablieren. Unsere eigene Gruppe sieht er auf einem „guten Standard“. Das zeige, so Schrenk, das entgegen allen Gegenwinds viel möglich und machbar sei, wenn man nur wolle. Er bedauere jedoch, dass von den zuständigen Sachbearbeitern in den Behörden auf Regierungsbezirksebene abgesehen von den Vertreter der Arbeitsagentur Augsburg niemand anwesend gewesen sei – zumindest habe er aus dem Regierungsbezirk Schwaben keinen Vertreter auf der Tagung in Tutzing wiedererkannt.

Die Diskussion wird fortgesetzt werden – online an dieser Stelle und im persönlichen Gespräch mit Dr. Stephan Dünnwald, der am 2. März zum 19. Rundgespräch zu uns nach Dillingen kommen wird.

Wir verweisen auf folgende laufende Online-Petition an den Deutschen Bundestag zum Familiennachzug subsidiär schutzberechtigter Flüchtlinge:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2017/_02/_02/Petition_69800.mitzeichnen.html

In der Gemeinschaftsunterkunft der Regierung von Schwaben in der Max-Planck-Straße 1 befinden sich viele neue Asylbewerber. Am 10. Februar 2017 war ein Team von uns vor Ort und wies die Flüchtlinge ein. Koordinator Georg Schrenk berichtet.

Hand auf’s Herz: Ehrenamt lebt durch Ehrenamtliche. Unser Verein hilft seit zwei Jahren den Flüchtlingen in unserer Stadt, damit sie ein menschenwürdiges Leben führen können. Viele Projekte haben wir dazu angestoßen: den Chor der Begegnung, das Sprachcafé, den ehrenamtlichen Deutschunterricht... Und die Ideen gehen uns nicht aus. Am Rande des 18. Rundgesprächs stellte unser 1. Vorsitzender und Koordinator Georg Schrenk zwei neue Projekte vor, die dringend eine helfende Hand benötigen.

Projekt Nummer 1: Eine Ballsportgruppe in einer Sporthalle, angeregt durch Pfarrer Lothar Hartmann. Wir wollen Asylbewerbern die Möglichkeit geben, zwei Mal im Monat eine gemeinsame Sportaktivität besuchen zu können. Denn gerade Flüchtlinge, die noch nicht anerkannt sind und nicht arbeiten dürfen, brauchen dringend eine sinnvolle Beschäftigung. Dabei brauchen wir Sie: Zur Betreten, zur Aufsicht und zum Verlassen und Verschließen der Halle.

Projekt Nummer 2: Die Nachbarschaftshilfe. Wir wollen ein Integrationsprojekt auf die Beine stellen, um Asylbewerbern aber auch Anerkannten, die noch keine feste Arbeit ausüben, eine Möglichkeit zur sinnvollen Betätigung zu verschaffen. Sie sollen unter unserer Anleitung praktische Nachbarschaftshilfe durchführen: Rasenmähen, Einkaufen, Putzen, Schneeräumen usw. ... Auch dafür suchen wir noch jemanden, der diese Aktion leiten und betreuen kann!

Dringend gesucht werden außerdem immer Patinnen und Paten für anerkannte Flüchtlinge in Mietwohnungen und Asylbewerber in der Gemeinschaftsunterkunft. Die Aufgaben hier: Unterstützung bei Behördengängen der Anerkannten, Zurechtfinden in Deutschland bei den Asylbewerbern, die in der Gemeinschaftsunterkunft untergebracht sind.

Hand auf’s Herz: Wäre so ein Ehrenamt etwas für Sie? Bezahlt werden Sie nicht, aber Sie gewinnen Unbezahlbares: eine sinnvolle Tätigkeit, die unserer Gesellschaft nützt. Einen wertvollen Einblick, wie die Situation der Flüchtlinge tatsächlich ist. Den internationalen Austausch über Konfessions- und Religionsgrenzen hinweg, und, auch das soll vorkommen: echte neue Freunde. Wenn Sie uns unterstützen möchten, können Sie Mitglied unseres Vereins werden, müssen aber nicht. Man darf auch Mitwirken ohne Mitglied zu sein. Wir veranstalten ca. alle sechs Wochen das Rundgespräch, unsere zentrale Informations- und Entscheidungsplattform. Als Mitglied haben Sie darüber hinaus volles aktives und passives Stimmrecht auf den Mitgliederversammlungen. Eventuelle Ausgaben wie Fahrtkosten etc., die Ihnen im Zuge Ihrer Tätigkeit, egal ob Mitglied oder nicht, entstehen, werden Ihnen vom Spendenkonto erstattet.

Hand auf’s Herz: Haben Sie Mut, melden Sie sich, die Unterstützung der Flüchtlinge ist ein ehrenamtliches Engagement was nicht nur Probleme mit sich bringen, sondern auch Freude machen kann. Melden Sie sich bei unserem 1. Vorsitzenden und Koordinator Georg Schrenk unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir freuen uns auf Sie!

Es ist das Thema, das im Jahr 2017 alle Flüchtlingshelfer in Deutschland und ihre afghanischen Schützlinge bewegt: die geplanten Abschiebungen in das sogenannte "sichere Herkunftsland" Afghanistan. Auf der Online-Plattform change.org wurden daher zwei Petitionen gestartet, um die Abschiebungen zu stoppen. Afghanistan ist nicht sicher!

https://www.change.org/p/petitionsausschuss-des-deutschen-bundestages-sofortiger-abschiebestopp-nach-afghanistan?recruiter=82779110&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink

https://www.change.org/p/bundeskanzlerin-angela-merkel-keine-abschiebungen-nach-afghanistan?source_location=petition_footer&algorithm=promoted&grid_position=6&pt=AVBldGl0aW9uAGiRlQAAAAAAWGpgf4NfAtA0MjgzNjc3ZA%3D%3D

Siehe auch unseren Bericht von der Demo in Augsburg.

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