Seit über zwei Jahren war Helmut Wißmiller ein engagierter Helfer und Unterstützer unseres Vereins. Am 25. Juni in Augsburg zum Priester geweiht, hielt er eine Woche darauf in seiner Heimatgemeinde Apfeltrach seinen ersten Gottesdienst, die Primiz.

Wir danken ihm für seinen langjährigen Einsatz im Dienst am Menschen und wünschen ihm, dass er ihn als Kaplan in Weilheim/Oberbayern mit genauso großem Erfolg fortsezten kann.

In München gehen derzeit kistenweise Protestbriefe und Petitionen ein: von Flüchtlingen, Flüchtlingshelfern, Vereinen, NGOs; auch von unserer Gruppe. Sie alle fordern ein Ende der Abschiebungen nach Afghanistan.

Zu ihnen gesellte sich am 6. Juni 2017 auch Ernst Grube. Grube ist nicht irgendwer: er ist der Vorsitzende der Lagergemeinschaft Dachau und hat selbst das KZ Theresienstadt überlebt. Bereits am 30. April, dem Jahrestag der Befreiung von Dachau, nahm er gegen die aktuelle Abschiebepraxis Stellung.
Nun meldete er sich erneut zu Wort - mit einem Brief an Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU). Die Süddeutsche Zeitung berichtete. Wir dokumentieren an dieser Stelle exklusiv den Brief von Grube im Original, den wir vom Bayerischen Flüchtlingsrat erhielten. Klicken Sie auf "Weiterlesen", um den Brief zu lesen.

Und darum beschlossen drei junge Frauen aus Nürnberg und Fürth, ein Kochbuch zu schreiben: "Recipes Welcome" dreht das bekannte Integrationsmotto um und fragt nach den Geschmäckern, Gewürzen und Gerichten, die in den letzten Jahren neu nach Deutschland gekommen sind. Ein Kochbuch, das Brücken schlagen will.

Wir finden: Das Projekt ist unterstützenswert. Um das Kochbuch finanzieren zu können, brauchen die Initiatorinnen Ihre Hilfe! Sie haben daher eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die Sie auf https://www.startnext.com/recipeswelcome finden. Dort können sie auch selbst eines der Kochbücher im Voraus erwerben - für mehr Abwechslung in der heimischen Küche.

Und übrigens: wir hier in Dillingen blicken schon seit langem über den Tellerrand hinaus - in regelmäßigen Abständen beim Integrativen Sprachtreff.

 


Jumeirah Mosque in Dubai/Vereinigte Arabische Emirate

 Am 27. Mai begann für die Flüchtlinge muslimischen Glaubens in unserer Region der islamische Fastenmonat Ramadan. In diesem "heiligem Monat" sind die Gläubigen aufgerufen, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu fasten. Muslime auf der ganzen Welt erleben diese Zeit als Zeit der Ruhe, der Besinnung, der Einkehr und des Friedens, aber auch als Zeit der Familie. Aufgrund des islamischen Mondkalenders verschiebt sich der Ramadan jedes Jahr um einige Wochen nach vorne, außerdem beginnt er nicht weltweit zum gleichen Zeitpunkt.

Wir wünschen allen Muslimen unter den Dillinger Flüchtlingen einen gesegneten Ramadan. Der diesjährige Ramadan wird am 24. Juni mit einem großen Fest, dem Fastenbrechen, enden.

Information for refugees:

The Ramadan is not an excuse for missing work, school or language courses!

von Georg Schrenk


(c) Millauer, dz

Am 28. Mai war der letzte Öffnungstag unseres Möbel- und Gerätelagers. 2 3/4 Jahre haben wir sozial Schwache und Flüchtlinge mit Möbeln, Fahrrädern und Laptops/PCs versorgt. Manch gutes Möbelstück wurde angeliefert, aber gelegentlich auch Schrott, den wir mit Hilfe der Firma R. Fisel wieder entsorgen mussten. Viele Wohnungen wurden ausgestattet und auch mit Möbeln und Kleingeräten bei Bedarf in den dezentralen Unterkünften ausgeholfen. Viele Flüchtlinge fahren heute mit Fahrrädern durch Dillingen, die 1 1/2 Jahre mit Hilfe von Spenden der Lions und kostenloser Werkstattarbeit von TOP-BIKE-BRACHEM und danach in Eigenregie verkehrstauglich gemacht wurden. In manchen Unterkünften werden internetfähige PCs/Laptops, die von unserem Team auf Vordermann gebracht wurden, betrieben. Das BRK wird nun ein zentrales Lager in Höchstädt einrichten und betreiben. Dazu wünschen wir viel Glück. Heute machte sich auch etwas Wehmut breit, als wir zum Abschluss ein "Weißwurstessen" machten. Mein größter Dank gilt all unseren Helfern und den Flüchtlingen, die mitgearbeitet haben. Eure Leistung war toll, ihr werdet euch an anderer Stelle weiter für die Integration einsetzen. Auf ein Neues!

Fahrräder der Flüchtlinge können von ihnen unter sachkundiger Anleitung weiter instand gesetzt werden. PCs/Laptops werden zukünftig auch "aufgerüstet" und gegen einen Kostenbeitrag ausgegeben. Wir werden dazu in Kürze an dieser Stelle informieren.

einer Studentin im Master Caritaswissenschaft, Uni Passau:

https://www.soscisurvey.de/FHU16/

Viel Spaß!

von Pfarrer Lothar Hartmann

Der 29. April 2017 war für drei Flüchtlinge aus Afghanistan ein besonderer Tag. Die sogenannten „unbegleiteten Jugendlichen“ empfingen das Sakrament der Taufe und das Sakrament der Firmung in der kath. Kirche St. Ulrich zu Dillingen. Vor einem Jahr hatte einer der jungen Männer sein Interesse am christlichen Glauben bekundet. Pfarrer Lothar Hartmann, Religionslehrer am Bonaventura-Gymnasium übernahm seine Betreuung. Nach kurzer Zeit stießen zwei weitere unbegleitete Jugendliche dazu und es entstand bei allen dreien mit der Zeit der Entschluss Christen zu werden. Von Pfarrer Lothar Hartmann wurden sie intensiv betreut und in die Grundlagen des christlichen Glaubens eingewiesen. Durch die Kontakte mit den jungen Männern wurden auch Verbindungen zu anderen afghanischen Flüchtlingen hergestellt und man traf sich wöchentlich einmal in der Sporthalle der Bonaventura Realschule zum Fußball, übrigens auch von Pfarrer Hartmann beaufsichtigt. Nachdem die Zustimmung von Bischof Konrad Zsarda vorlag, die Unterweisung in den christlichen Glauben und die kath. Kirche einen guten Stand erreicht hatten, wurden von Pfarrer Hartmann die Sakramente der Taufe und der Firmung gespendet. Einige Flüchtlinge aus Afghanistan, Stadtpfarrer Wolfgang Schneck sowie Helfer/innen und Konrad Lindner von der Berufsschule von Höchstädt wohnten der Zeremonie und einer anschließenden Kaffeetafel bei. Den jungen Männern wünschen wir Kraft ihren Weg weiter zu gehen. Lehrer und Flüchtlingshelfer sowie die drei jungen Christen hoffen jetzt auch, dass sie die Möglichkeit erhalten in Deutschland eine Berufsausbildung zu absolvieren.


Kreuzweg auf dem Cerro San Cristobal, Santiago de Chile, Chile

Wir interpretieren das Kreuzgeschehen als Aufruf zur Versöhnung unter allen Mitmenschen egal welcher Religion und Herkunft. Wir danken all unseren Unterstützern, Helfern und Spendern, die diese Vision seit zwei Jahren mit uns teilen.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie allseits Frohe und Gesegnete Ostern!

Mehr Informationen erhalten Sie durch Klick auf das Bild. Wir dokumentieren eine der Reden - den Beitrag von Dr. med. Thomas Nowotny - an dieser Stelle.

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