39 Flüchtlinge haben nach zwei Jahren in den Berufsintegrationsklassen ihren mittleren Bildungsabschluss erreicht. Handwerk und Handel warten auf sie, damit die freien Ausbildungsplätze besetzt werden. Die Flüchtlinge traten bei der Schlussfeier sehr selbstbewusst auf und haben eine beeindruckende Persönlichkeitsentwicklung hinter sich. Sie beteiligten sich auch aktiv an der Gestaltung ihrer Abschlussfeier, unterstützt durch die exzellenten Darbietungen der Trommelgruppe Pimentos.

Bayerische Behörden blockieren

Jetzt geht es für die jungen Berufsschul-Absolventen darum, einen Fuß in der Wirtschaft zu fassen. Eigentlich gilt für Flüchtlinge die bundesweite 3+2-Regelung, wonach ein Auszubildender mindestens drei Jahre während der Ausbildung und noch einmal zwei Jahre nach der Ausbildung nicht abgeschoben werden darf. Diese Regelung schafft die nötige Planungssicherheit, welche die Unternehmen brauchen.
Leider ist die Umsetzung der 3+2 Regelung in Bayern mehr als schleppend. Die Ausbildungsgenehmigung wird insbesondere auch von der Vorlage von Unterlagen über die eigene Identität abhängig gemacht. Bei allem Verständnis für diese Forderung: junge Flüchtlinge afghanischer Herkunft, die im Iran geboren wurden, haben kaum eine Chance die notwendigen Unterlagen zu erhalten.
Wir denken: die Schaffung von Arbeitslosigkeit kann nicht zielführend für Integration sein. Wer arbeiten will, soll auch arbeiten dürfen.

Wir wünschen den 39 Flüchtlingen trotzdem alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg!

Korrektur:

In einer ersten Version dieses Beitrages hieß es, es hätten 49 Flüchtlinge ihren Abschluss an der Hochschule bestanden. Tatsächlich waren es 43 Flüchtlinge, die dieses Jahr aus den Berufsintegrationsklassen verabschiedet wurden, von denen 39 einen Abschluss bestanden haben. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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